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Kontakt

Muniba Kahlon
Projektleitung
(sie/ihr - she/her)

Tel.: 069 / 56 000 262
E-Mail: mkahlon-at-bs-anne-frank.de

 


Laufzeit des Projekts: Juli 2024 bis Dezember 2029

 


Interessiert an einer Fortbildung? Kontaktieren Sie uns!

Unsere Fortbildungen beschäftigen sich mit Antisemitismus und Rassismus in der frühkindlichen Bildung und richten sich an pädagogische Fachkräfte in Kitas, Familienzentren, Kindertagespflege sowie an Leitungen und Fachberatungen in ganz Hessen.

Sie richten sich sowohl an geschlossene Träger-Gruppen von bis zu 25 Personen als auch an einzelne pädagogische Fachkräfte.

Sie haben Interesse an der Teilnahme? Dann kontaktieren Sie die Projektleiterin Muniba Kahlon per E-Mail an: mkahlon-at-bs-anne-frank.de

 


Gefördert von:




Mit dem aktuellen Schwerpunkt: Antisemitismus und Rassismus in der frühkindlichen Bildung
Die gesellschaftlichen Entwicklungen seit dem 7. Oktober 2023 haben deutlich gezeigt, wie verletzlich das Zusammenleben verschiedener Communities ist und wie dringend Präventionsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus gestärkt werden muss. Diese Spannungen spiegeln sich zunehmend auch in pädagogischen Einrichtungen wider – inklusive der frühkindlichen Bildung, in der grundlegende Haltungen, Werte und Wahrnehmungen entstehen. Frühpädagogische Fachkräfte stehen damit vor der Herausforderung, Kinder, Familien und Einrichtungen in einem zunehmend polarisierten Umfeld kompetent zu begleiten.

Das Projekt „Hessisches Kompetenzzentrum: Antisemitismus und Rassismus in der Migratationsgesellschaft“ hat sich seit 2026 die frühkindliche Bildung zum Schwerpunkt gemacht und verfolgt daher aktuell das Ziel, Prävention nachhaltig im frühpädagogischen Bereich zu verankern und Fachkräfte darin zu stärken, diskriminierungskritisch zu handeln sowie Vielfalt wertschätzend zu gestalten. Mit dem Projekt möchten wir einen Beitrag dazu leisten, Antisemitismus- und Rassismuskritik als feste Bestandteile frühpädagogischer Professionalität zu etablieren. Durch Fortbildung, Austausch und Vernetzung werden Fachkräfte darin unterstützt, diskriminierungssensible Lernumgebungen zu schaffen, Kinder in ihrer Vielfalt wertzuschätzen und Familien respektvoll zu begleiten. Auf diese Weise trägt das Kompetenzzentrum zu mehr Chancengerechtigkeit, gesellschaftlichem Dialog und Teilhabe für alle bei.
  • pädagogische Fachkräfte in Kitas, Familienzentren, Kindertagespflege sowie an Leitungen und Fachberatungen in ganz Hessen
 
  • Im Mittelpunkt stehen drei eintägige Fortbildungen, die hessenweit angeboten werden. Diese greifen aktuelle Herausforderungen auf und vermitteln grundlegendes wie vertiefendes Wissen zu Antisemitismus und Rassismus in frühen Lern- und Lebenswelten. Die Fortbildungen kombinieren theoretische Impulse mit praxisnahen Methoden für den Kita-Alltag und unterstützen Fachkräfte darin, diskriminierende Situationen sensibel zu erkennen, angemessen zu reagieren und präventive pädagogische Strategien zu entwickeln.
  • Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist ein hessenweiter Fachtag, der pädagogische Fachkräfte, Expert*innen und Institutionen zusammenbringt. Der Fachtag dient der fachlichen Vertiefung, dem Austausch über Praxiserfahrungen und der Vernetzung. Vorgesehen sind Fachvorträge, Workshops und praxisorientierte Foren, die aktuelle Erkenntnisse und Handlungsansätze für die frühkindliche Praxis aufbereiten.
  • Darüber hinaus wird das Projekt durch eine kontinuierliche Vernetzungs- und Informationsarbeit begleitet. Ziel ist es, Fachkräfte und Einrichtungen langfristig miteinander zu verbinden und ihnen Zugang zu fachlichen Ressourcen, aktuellen Diskursen und praxisorientierten Unterstützungsangeboten zu ermöglichen. So soll ein nachhaltiges Netzwerk entstehen, das präventive Arbeit im frühpädagogischen Bereich stärkt und weiterentwickelt.
 
Von Juli 2024 bis Dezember 2025 legte das Projekt den Schwerpunkt auf die Förderung jüdisch-muslimischer Begegnungen und Bündnisse gegen Diskriminierung. Ziel war es jenseits von Opferkonkurrenzen, Brücken zu schlagen zwischen Betroffenen von (antimuslimischem) Rassismus und Antisemitismus. Eine weitere zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums war es  zudem, Wissen zu Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus zu vermitteln. Im Fokus standen somit die Aufklärung zu den unterschiedlichen Diskriminierungsformen, das Empowerment der Betroffenen und die Sensibilisierung der Gesamtgesellschaft für die Thematik.

Zur Zielgruppe zählten:
  • die breite Öffentlichkeit, also Erwachsene, die sich informieren und in ihrem Umfeld für eine rassismus- und antisemitismuskritische Gesellschaft einsetzen möchten
  • Einzelpersonen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Vereinen, Verbänden und der Geflüchtetenhilfe
  • Mitarbeitende aus Institutionen des öffentlichen Sektors wie Ämtern, Behörden, Kommunen

Über die Maßnahmen:
  • Im Jahr 2024 wurden zwei öffentliche Fachveranstaltungen in Frankfurt durchgeführt: Ein Dinnertalk aus der Reihe „Sparkle of Hope“ zum jüdisch-muslimischem Dialog und die Veranstaltung „Building Bridges – Allianzen und Dialoge nach dem 7. Oktober“ mit Vertreter*innen der Initiativen „Standing Together“ und „Sei ein Mensch!“. Zudem wurde 2024 ein Netzwerktreffen für NGOs durchgeführt, das Raum bot, um sich mit anderen Akteur*innen über die Herausforderungen in der (Bildungs-)Arbeit seit dem 7. Oktober 2023 auszutauschen.
  • Im Mai 2025 fand eine Netzwerkveranstaltung für zivilgesellschaftliche Organisationen und Akteur*innen aus der Rassismus- und Antisemitismusprävention zum Thema „Scrollen, deuten, debattieren – Der 7. Oktober und digitale Diskurse im Wandel“ statt. Dabei wurde reflektiert, wie sich digitale Diskurse seit dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 verändert haben.
  • Im November 2025 wurde außerdem ein fünftägiger Demokratietrainer*innen-Kurs durchgeführt. Der Ausbildungskurs richtete sich Personen, die bereits in der politischen Bildungsarbeit für Erwachsene in Hessen tätig sind, sich jedoch explizit in der antisemitismus- und rassismuskritischen Bildungsarbeit weiterbilden wollten.

Ziel der Maßnahmen war es, einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Stärkung des Engagements gegen Antisemitismus und (antimuslimischen) Rassismus sowie zur Förderung einer inklusiven und respektvollen Gesellschaft zu leisten.