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Sonntag, 13. Juni 2021


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Am 12. Juni 1929 wurde Annelies Marie Frank in Frankfurt am Main geboren. Mit nur 15 Jahren wurde sie von den Nazis ermordet.

Um an die Botschaft ihres weltberühmten Tagebuchs zu erinnern, haben wir 2017 den Anne-Frank-Tag ins Leben gerufen. Seitdem findet er jährlich am oder rund um den Geburtstag der bekanntesten Tochter Frankfurts statt.

Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und vielen anderen Akteur*innen aus Kultur, Politik und Zivilgesellschaft setzen wir an diesem Tag ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.

Anne-Frank-Tag 2021

"Habe ich dir eigentlich schon mal was von unserer Familie erzählt?"
Tagebucheintrag von Anne Frank, 8. Mai 1944.

Zum fünften Mal begeht Frankfurt den Anne Frank Tag, und zum zweiten Mal unter den Bedingungen der Corona-Pandemie.

Der diesjährige Anne Frank Tag stellt die Familie in den Mittelpunkt. Anne Frank wächst in einer liberalen Frankfurter Familie auf, in der kulturelle Bildung selbstverständlich ist und es auch viele kreative Freiräume gibt. Gleichzeitig beklagt sich Anne oft über ihre Familie; spricht über Konflikte, die sich durch das Leben im Verborgenen noch verschärfen. Sie denkt über die Werte nach, die für ihre Eltern selbstverständlich sind, nimmt einige davon an, verwirft andere, und entwickelt eigene Vorstellungen davon, wie sie in Zukunft leben möchte.

Der Anne Frank Tag 2021 thematisiert die Bedeutung familiärer Räume in einer zunehmend diversen Gesellschaft. In der Familie können wir soziales Verhalten lernen, werden gefördert, bestärkt – gleichzeitig wird in Familien aber auch Gewalt verübt. In Familien wird Kultur weitergegeben, Geschichte erzählt, aber auch verdreht, können Diskriminierungserfahrungen besprochen, aber auch verdrängt oder fortgeschrieben werden.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir uns an die Geschichte der Familie Frank erinnern, über die Vielfalt möglicher Familiengeschichten sprechen und für Respekt werben.

Programm für den 13. Juni 2021

Familie Frank Familientag

10:00-18:00 Uhr im Jüdischen Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1

Woher kommt Anne Frank und in welchem Familienumfeld wuchs sie auf? Das neueröffnete
Familie Frank Zentrum im Jüdischen Museum widmet sich diesen Fragen und gibt anhand von
Dokumenten und Gegenständen aus dem Besitz der Familie einen Einblick in ihre Geschichte. Der letzte Raum der Dauerausstellung im Rothschild-Palais geht dabei insbesondere auf die liberale Erziehung, die kulturelle Bildung und die Berufe der Familienmitglieder, ihre Gastlichkeit, die Veröffentlichung des Tagebuchs sowie den berührenden Briefwechsel ein.

Digitale Familienführung durch die Westend-Synagoge

10:30 – 11:00 Uhr, YouTube-Kanal des Jüdischen Museums

Bei der Führung für Familien entdecken wir spielerisch besondere Symbole und Orte in der Westend-Synagoge und hören spannende Geschichten dazu.

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Vernissage „DiverCity FFM. Vielfalt der Kulturen und Religionen in unserer Stadt"

11:00 Uhr YouTube-Kanal des Jüdischen Museums

Ausstellungsort: DGB-Haus Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Straße 69/77, 60329 Frankfurt am Main (zugänglich werktags von 8 – 18 Uhr vom 14. Juni bis 25. Juni 2021)

Für viele Familien in Frankfurt ist die Religion ein wichtiger Teil des Familienlebens. Damit ist nicht nur ihr Glaube gemeint, sondern auch die Gemeinschaft, die sie in ihren Gemeinden erfahren, und die Bedeutung von Feiertagen und religiösen Ritualen für das Leben der einzelnen Familienmitglieder.

Mit seinen Bildern fängt Rafael Herlich Momentaufnahmen aus dem Leben von Frankfurter Kindern und Familien ein. Bei der Vernissage zur Ausstellung „DiverCity FFM. Vielfalt der Kulturen und Religionen in unserer Stadt“ erzählt er darüber, wie er seine Besuche bei den Familien und in den Religionsgemeinden erlebt hat, die ihm ihre Türen geöffnet haben – und wir kommen mit ihm darüber ins Gespräch, ob und wie seine eigene Familiengeschichte als Jude und als Einwanderer in Deutschland seine Kunst beeinflusst.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Rates der Religionen Frankfurt, des DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, und des Fördervereins für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main

Begleiteter Rundgang durch das Lernlabor „Anne Frank. Morgen mehr.“

11:00 Uhr, Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150

Nur wenige hundert Meter von ihrem Geburtshaus entfernt werden die Geschichte und die Fragen der berühmten Autorin aus Frankfurt neu gegenwärtig: im Lernlabor „Anne Frank. Morgen mehr.“ Kein Museum, sondern ein Ort der Auseinandersetzung und der Debatte. Hier machen wir mit Leben und Werk Anne Franks vertraut. Wir zeigen, wie Fragen aus der Geschichte auf die Gegenwart angewendet werden können. Das Lernlabor nimmt jugendliche Perspektiven zum Thema Diskriminierung ernst und macht die verschiedenen Formen der Aneignung von Geschichte erlebbar: Utopien, Konflikt, Widerstand.

Anmeldung bis einschließlich 06.06.2021 unter events-at-bs-anne-frank.de. Mit der Anmeldebestätigung werden wir Sie darüber informieren, ob und unter welchen Gegebenheiten der Rundgang stattfinden kann.

Eine Veranstaltung der Bildungsstätte Anne Frank


Annes Baum – Vorleseangebote für Kinder von 6-10 Jahren

11-12:30 Uhr in der Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main

Wenn Anne Frank aus dem Dachfenster ihres Hinterhausverstecks lugte, sah sie einen wunderschönen Kastanienbaum. Im illustrierten Kinderbuch „Annes Baum“ wird die Geschichte von Anne und ihrer Familie aus der Sicht dieses Baumes in poetischen Worten und Bildern erzählt.

Anmeldung: besuch.jmf-at-stadt-frankfurt.de

Eintritt frei



Digitale Führung durch die Westend-Synagoge

12:00 -13:00 Uhr, YouTube-Kanal des Jüdischen Museums & Gespräch via Zoom

Über 100 Jahre ist sie alt, die Westend-Synagoge mit ihrer prachtvollen Kuppel. In der Führung werden die Geschichte des Gebäudes, das jüdische Leben in Frankfurt ebenso wie Riten und Rituale anhand von Objekten veranschaulicht. Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit, via zoom Fragen an die Vermittlerin zu stellen.
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Anmeldung erforderlich unter: www.jg-ffm.de/karten

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Die Familie von Anne Frank. Online-Führung durch die Familie Frank Ausstellung

13:00-14:00 Uhr, YouTube-Kanal des Jüdischen Museums

Die Familie von Anne Frank lebte jahrhundertelang in Frankfurt. Wie sah ihr Alltag aus? Welche Bücher las sie und welcher Kuchen stand auf dem Geburtstagstisch? Welche Geschichten wurden über Generationen weitererzählt? Lernen Sie die neue Ausstellung unseres Familie Frank Zentrums kennen.
Eine Veranstaltung des Jüdischen Museum Frankfurt

„Ich zeige dir meine Familie“
Familienschachteln Frankfurter Kinder, Schaufensterausstellung

Ganztätig (12./13. Juni), Frankfurter Sparkasse, Konstablerwache, Zeil 65-69

Wie sehen Kinder ihre Familie? Und wie war die Familie von Anne Frank? Frankfurter Kinder gestalten ihre eigene Familienschachtel und lernen Anne und ihre Familie kennen. Das Bildungsprojekt verbindet das Thema Familie mit der Familiengeschichte Anne Franks. Die Ausstellung im öffentlichen Raum zeigt die Ergebnisse und ermöglicht Einblicke in die Projektarbeit.

Auf dem YouTube-Kanal des Jüdischen Museums wird das Projekt am 13. Juni um 14:00h vorgestellt. 
Eine Ausstellung von Dr. Daniela Wehrstein, Kinderbeauftragte im Ostend, Fenja Fröhberg, Monika Hofmann, Frankfurter Kinderbüro/Frankfurter Bündnis für Familien

»Viele Grüße von Eurer Anne« – Online-Workshop für Familien

14:00-16:00 Uhr, online (Zoom)

Über Generationen hinweg kommunizierte die Familie von Anne Frank in Briefen. In diesem Workshop nehmen wir einige dieser Briefe aus dem 19. und 20. Jahrhundert unter die Lupe und erfahren dabei einiges über den familiären und gesellschaftlichen Hintergrund der Familie von Anne Frank.
Anmeldung: besuch.jmf-at-stadt-frankfurt.de

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museum Frankfurt


Schreiben wie die Franks – Werkstattangebot mit Feder und Tusche

14-17 Uhr in der Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main

Briefe aus mehreren Jahrzehnten und von verschiedenen Autor*innen: Das Familie Frank Zentrum macht diese vielfältigen Dokumente zugänglich. In welcher Schrift schrieben die Franks und wie kann man mit einer Feder ein Satz aufs Papier bringen? Zwischen 14 und 17 Uhr könnt ihr die Museumsbibliothek besuchen und dort eigene Briefe verfassen und gestalten.

Eintritt frei



»Schreib Dein Ding!« – Präsentation des Schreibkunstprojekts

14:30-16:00 Uhr, YouTube-Kanal des Jüdischen Museums

Schreiben wie Anne Frank - In einem kreativen Schreibangebot haben sich Jugendliche verschiedener Schulen zusammengefunden. Gemeinsam mit der Autorin Dilek Güngör haben sie sich mit Anne Frank auseinandergesetzt und sich selbst schriftstellerisch ausprobiert. Auf Grundlage einer kritischen Selbstreflexion, dem Fragen nach eigenen Zugehörigkeiten, der Verarbeitung von Diskriminierungserfahrungen sind kleine Werke entstanden, die hier erstmals vorgestellt werden.
Ein Projekt im Rahmen des Landesprogramms »SchreibKunst – Schüler schreiben mit Autoren« in Zusammenarbeit mit Dr. Erika Schellenberger-Diederich vom Hessischen Kultusministerium, Büro Kulturelle Bildung - Literatur.

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museum Frankfurt

Anne Frank für alle?
Über Identifikationen mit Anne Frank (nicht nur) in Zeiten von Corona.

16:00 -17:30 Uhr, Online-Talk mit Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank) und Veronika Nahm (Anne-Frank-Zentrum). Moderation: Anne Baier (hr-info); YouTube-Kanal des Jüdischen Museums

Holocaust-Opfer, Botschafterin für eine Welt ohne Hass, literarisches Wunderkind, aber auch ganz normaler Teenager: Anne Frank ist seit dem Erscheinen ihres Tagebuchs vor fast 70 Jahren posthum zur Projektionsfläche geworden. Junge und alte Menschen können sich auf unterschiedliche Weise mit ihr in Beziehung setzen und finden in ihrer Biographie und ihren Texten Anknüpfungspunkte für eigenes Erleben. Das kann aber auch gehörig schief gehen: Grenzen der Identifikation mit Anne Frank sind nicht erst überschritten, wenn die aktuellen Corona-Maßnahmen mit der Situation der Familie im Versteck vor den Nationalsozialisten verglichen werden.
Der Talk setzt an aktuellen geschichtsrevisionistischen Trends an und wirft einen (selbst-)kritischen Blick auf Versuche, Anne Frank für die eigenen Anliegen zu vereinnahmen. 

Eine Veranstaltung der Bildungsstätte Anne Frank und hr-info

Anne Frank, Fluchtbiografien: Ein Perspektivwechsel - Digitale Performance der Ubuntu Haus Initiative

17:30-18:30h, YouTube-Kanal des Jüdischen Museums

Anne Franks Gedanken und Gefühle zu ihrer Familie arbeitet Ubuntu Passion Art in Form einer digitalen Performance auf. Wie veränderte sich Anne Franks Verständnis von Familie nach der Flucht in die Niederlanden? Es geht ums Erwachsenwerden, das Erweitern und das Abgrenzen von der eigenen Familie. Eine Anzahl von Fluchtbiografien (in Form von Kurzfilmpräsentation) von damals und heute verschmelzen und sorgen für einen Perspektivwechsel. Am Ende steht fest: Flucht betrifft uns alle und es ist nur eine Frage der Umstände, ob wir diejenigen sind, die Hilfesuchende aufnehmen oder selbst auf Hilfe hoffen.
Eine Veranstaltung von Ubuntu Passion Art und dem Frankfurter Jugendring

Queer sein und Familie(n) – SCHLAU Frankfurt erzählt!

18-20 Uhr, online (Zoom) 

Teamer*innen aus dem SCHLAU Frankfurt Team berichten in diesem Workshop ganz persönlich von Erfahrungen rund um das Thema Familie. Zentrale Elemente dabei sind: Coming-out Erfahrungen innerhalb der  Herkunftsfamilie, queere Wahlfamilien, sowie Hürden und Möglichkeiten auf dem Weg zur queeren Regenbogenfamilie mit Kindern. Neben einer kurzen interaktiven Einstieg ins Themenfeld stehen die biografischen  Erzählungen im Mittelpunkt und die Teamer*innen freuen sich auf viele Fragen und Austausch.
Anmeldung: OFassing-at-bs-anne-frank.de

Eine Veranstaltung von SCHLAU Frankfurt

Familiäre Erinnerungen in einer diversen Stadtgesellschaft 
18:30 – 20:00 Uhr, YouTube-Kanal des Jüdischen Museums
Moderation: Irina Ginsburg, Dr. Uta George

Familiäre Erinnerungen prägen das Selbstverständnis einer Gesellschaft, auch der Frankfurter Stadtgesellschaft. Themen, wie die deutsche Kolonialgeschichte und vielschichtige Erinnerungen an den Nationalsozialismus fanden in den vergangenen Jahrzehnten nur zögerlich Eingang in die Erinnerungskultur.

Wir sprechen mit jüdischen Zuwandernden aus der ehemaligen Sowjetunion und Angehörigen der BPoC-Community in Frankfurt über familiäre Erinnerungen. Wie verhalten sich diese zu den in der Dominanzgesellschaft wahrgenommenen Narrativen? Welche Herausforderungen und Widerstände gehen damit einher?

Eine Veranstaltung des Amts für multikulturelle Angelegenheiten und des Jüdischen Museum Frankfurt