Angebote
Rechtsextremismus bekämpfen –
Unsere Bildungsangebote
Gegen Rechtsextremismus
und rechte Diskursverschiebung
Unsere Bildungsangebote
Die Angebote richten sich an:
- Unternehmen,
- Kulturbetriebe,
- die öffentliche Verwaltung.
In Parlamenten, Talkshows und Kommentarspalten verbreiten diese und andere Akteur*innen selbstbewusst diskriminierende und antidemokratische Narrative und Parolen, die vor gar nicht langer Zeit noch als Tabu galten. Menschenverachtende Haltungen und Begriffe wie „Remigration“ oder „Systemparteien“ erfahren dadurch eine gesellschaftliche Normalisierung, die in einer gefährlichen Verschiebung des öffentlichen Diskurses nach rechts mündet.
Die Auswirkungen dieser Verschiebung des Sagbaren sind in vielerlei Weise spürbar: So erreichen rechtsextreme Straftaten in Deutschland neue Höchststände. Der demokratische Grundkonsens wird schleichend ausgehöhlt. NGOs und Menschenrechtsarbeit werden zunehmend diffamiert – auch von konservativen Stimmen.
Dies ist kein Randphänomen, sondern ein Angriff auf zentrale gesellschaftliche Werte wie Gleichheit, Vielfalt und Menschenwürde. Inmitten multipler Krisen – von Krieg über Klimawandel – nutzen rechtsextreme Kräfte systematisch Unsicherheiten in der Gesellschaft, um antidemokratische Narrative zu verbreiten und das Vertrauen in demokratische Institutionen zu untergraben. Und was mit Worten beginnt, endet häufig in Ausgrenzung, Einschüchterung und Gewalt.
Als demokratische Akteur*innen sind wir jetzt alle gefordert, diesen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten – im Alltag, im Beruf und in der Öffentlichkeit. Mit Fortbildungen und Vorträgen unterstützt die Bildungsstätte Anne Frank Sie dabei, rechtsextreme Ideologien und Rhetorik zu erkennen und wirkungsvolle Handlungsstrategien dagegen zu entwickeln.
Für den Schutz einer offenen und demokratischen Gesellschaft!
Wie können wir Sie unterstützen?
Die Bildungsstätte Anne Frank bietet unterschiedliche Formate rund um den Themenkomplex Rechtsextremismus:
- Lunch & Learn: kurzweiliges Online-Format für die Mittagspause, bei dem erfahrene Referent*innen mit Kurzvorträgen den Blick auf unterschiedliche Aspekte des Rechtsextremismus schärfen
- Workshops und Fortbildungen für Auszubildende, Mitarbeitende und Führungskräfte
- Unterstützung und Beratung im Umgang mit rechtsextremer Agitation
Wo finden die Angebote statt?
Je nach Wunsch z.B. in Ihren (Büro-)Räumlichkeiten, online oder in unserem Lernlabor in Frankfurt am Main
Interessiert? Kontaktieren Sie uns.
Richten Sie Ihre Anfragen bitte an:
Marlene Göhl
(sie/ihr – she/her)
T: 069 / 56 000 245
E: mgoehl-at-bs-anne-frank.de
Unsere Fortbildungen im Überblick
Doch gesellschaftliche Konflikte und hitzige Debatten machen auch vor dem Arbeitsplatz nicht Halt: Die Grenzen des Sagbaren scheinen verschoben, wenn Kolleg*innen sich in der Mittagspause plötzlich antidemokratisch, rechtspopulistisch oder diskriminierend äußern. Das führt zu Verunsicherung oder Überforderung im Team. Wie kann auf solche Aussagen angemessen reagiert werden? Was brauchte es für einen sensiblen Umgang mit diesen Themen?
In unserer Fortbildung erarbeiten wir gemeinsam, wie man qualifiziert auf antidemokratische Äußerungen im beruflichen Alltag und darüber hinaus reagieren kann. Anhand konkreter Beispiele entwickeln wir angemessene Reaktionen, die uns dabei helfen, uns im beruflichen Kontext gut aufgestellt und handlungsfähig zu fühlen, um antidemokratische Haltungen dort, wo sie uns begegnen, entgegenzutreten.
In unserem Workshop beschäftigen wir uns mit den Fragen: Was ist Rechtspopulismus? Wer sind die rechtspopulistischen Akteur*innen? Woran erkennen wir sie? Welche Themen werden von ihnen gekapert und warum? Warum ist die rechte Diskursverschiebung eine Gefahr für unsere Demokratie und wie können wir dagegen vorgehen?
In der Fortbildung werden die Teilnehmenden darin gestärkt, einen qualifizierten Umgang mit antidemokratischen Äußerungen und Angriffen im beruflichen Alltag, aber auch darüber hinaus zu entwickeln. Anhand der Entwicklungen der letzten Jahre erarbeiten wir uns, in welcher Weise sich eine Normalisierung antidemokratischer Positionen bahnbrechen konnte und was wir in unserem (Arbeits-)Alltag gegen ihr Fortschreiten tun können. In konkreten Beispielen entwickeln wir angemessene Reaktionen und Handlungsstrategien, die uns darin unterstützen, antidemokratischer Argumentation zu begegnen und uns im Arbeitsalltag gut aufgestellt und handlungsfähig zu fühlen, um antidemokratischen Haltungen dort, wo sie uns begegnen, entgegentreten zu können.
Deshalb ist es wichtig, bei Verschwörungserzählungen früh zu intervenieren, Zivilcourage zu zeigen und Gegenrede zu leisten. Voraussetzung dafür ist jedoch, Verschwörungserzählungen und die darin enthaltenden Diskriminierungen zu (er)kennen. Was zeichnet Verschwörungserzählungen aus? Wie anschlussfähig sind sie? Und wie finde ich einen kompetenten Umgang mit schwierigen Aussagen?
In unserer Fortbildung werden wir die unterschiedlichen Bausteine und Facetten von Verschwörungserzählungen beleuchten. Wir schauen uns Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgewählter Verschwörungserzählungen genauer an und stellen uns die Frage, was es braucht, um angemessen reagieren zu können, wenn Kolleg*innen, Kund*innen oder Vorgesetzte plötzlich von der großen Verschwörung erzählen. Anhand von Fallbeispielen entwickeln wir Handlungsstrategien, die uns im Arbeitsalltag dabei helfen können, einen Umgang mit verschwörungsideologischen Äußerungen zu finden.
Im Fokus stehen dabei:
- Die Rolle von Geschlechter- und Familienbildern in rechten Ideologien
- Die Normalisierung queerfeindlicher Positionen in der etablierten Politik und in vielen Medien
- Sowie die Bedeutung dieser Themen als Radikalisierungsfaktor
Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Funktionen, die diese zugrunde liegenden Ideologien erfüllen, zu entwickeln, ihre Anschlussfähigkeit zu erkennen und Handlungsoptionen für Prävention und Intervention im eigenen (Arbeits-)Umfeld zu erarbeiten.
In unserer Fortbildung vermitteln wir die Kompetenzen, um extrem rechte Agitation in den sozialen Medien zu erkennen, zu benennen und einen kompetenten Umgang mit diesen zu entwickeln. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, die Ästhetiken und Dynamiken extrem rechter Propaganda in den sozialen Medien zu erkennen und zu verstehen, um handlungsfähig zu sein. In praktischen Übungen und Fallbeispielen stärken wir die Medienkompetenz der Teilnehmenden und unterstützen sie dabei, demokratische Resilienz zu entwickeln. Gemeinsam erarbeiten wir Strategien, wie rechtsextremer Hetze im Netz begegnet werden kann.