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Kontakt

Sarah Wiederhold
Projektleitung
(sie/ihr – she/her)
Tel.: 0173 / 42 16 643
swiederhold-at-bs-anne-frank.de


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Flyer



Gefördert von:


Die teilnehmenden Institutionen sind: 


Diversität ist zum Buzzword in der Kulturszene geworden. Viele Museen und Theater erkennen inzwischen die Notwendigkeit an, sich in einer pluralen Gesellschaft wie unserer mit diesem Handlungsfeld auseinanderzusetzen. Und so sind Begriffe wie z.B. Allyship, Betroffenenperspektive, Safer Spaces und Intersektionalität für viele im Kulturbetrieb keine Fremdwörter mehr. Dennoch fehlt es in vielen Institutionen an Repräsentanz sowie Gestaltungs- und Zugangsmöglichkeiten für marginalisierte Personengruppen. Im Zuge bereits laufender Veränderungen, die vorwiegend auf ästhetischer Ebene stattfinden, werden strukturelle und interpersonelle Diskriminierung sichtbar. Diese Diskrepanz zeigt, dass es keineswegs leicht ist, das Diskurswissen über Diskriminierungskritik und Diversitätsförderung nachhaltig und umfassend in der alltäglichen Arbeitspraxis umzusetzen. Genau hier kommt unser Modellprojekt „(K)ein Kunststück – Diversität im Kulturbetrieb fördern“ ins Spiel. Mit unserem Angebot möchten wir Kulturinstitutionen bei der Umsetzung dieses ebenso komplexen wie notwendigen Unterfangens unterstützen.

Zusatzangebot -
Workshop für interessierte Einzelpersonen im Juni 2024

Am 5. Juni 2024 veranstalten wir einen digitalen Workshop, der sich an Mitarbeitende aus dem Kunst- und Kulturbetrieb, selbstständig tätige Künstler*innen, Berater*innen oder Aktivist*innen richtet, die nicht bereits mit ihren Institutionen am Projekt teilnehmen.

Die Teilnehmendenzahl ist auf 30 Personen begrenzt. 

Workshop: „(K)ein Kunststück – Critical Friends?! – Diskriminierungskritisches Feedback in künstlerischen Prozessen“

Mehr erfahren!

Datum: Mittwoch, 5. Juni 2024  
Uhrzeit: 13:00 bis 17:00 Uhr 
Ort: digital via Zoom 

Die Teilnahme ist kostenfrei. 

Der Workshop ist bereits ausgebucht. 
Die Warteliste ist geschlossen. 


Mit Impulsvorträgen von Golschan Ahmad Haschemi, Carolin Alff und Josephine Apraku.

Workshop-Leitung: Deborah Krieg und Sarah Wiederhold, Bildungsstätte Anne Frank

Veranstaltungsreihe:
„Powersharing in der der Einwanderungsgesellschaft“

Was ist Powersharing? Was heißt die Umsetzung in letzter Konsequenz für alle Beteiligten? Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe möchte die Robert Bosch Stiftung das noch recht unbekannte Konzept des Powersharings genauer beleuchten. Vorweg: Strategien des Powersharings fußen auf der Anerkennung ungleicher Machtverhältnisse und meinen das (Umver)Teilen von Ressourcen, Zugängen und Privilegien.

Diskriminierungen und die Verwehrung von Teilhabe aufgrund von Herkunfts-, Kultur- und/oder Religionszugehörigkeiten gibt es in ganz unterschiedlichen Systemen und Institutionen. Dagegen wirken empowernde und die Resilienz von Betroffenengruppen stärkende Konzepte. Um strukturelle Veränderung anzustoßen, bedarf es darüber hinaus das Adressieren privilegierter Akteur*innen und die Transformation machtvoller Organisationen.

Am 5. September 2023 fand die Auftaktveranstaltung der Reihe in Berlin statt und stand unter dem Motto: „Fokus Kulturbetrieb. Orte der Diskriminierung und der Ausgrenzung?“.

Jetzt Veranstaltungsmittschnitt  hier anschauen!  
Im Rahmen des Programms „(K)ein Kunststück“ unterstützt die Bildungsstätte Anne Frank Kultureinrichtungen, die sich auf den Weg gemacht haben, ihre Häuser diskriminierungskritisch und zukunftsorientiert für mehr Vielfalt zu öffnen. Dafür begleiten wir 5 ausgewählte Einrichtungen über einen Zeitraum von fast 1 ½ Jahren bei dem Prozess und stehen ihnen dabei mit unserer langjährigen Expertise beratend und schulend zur Seite. Damit reagieren wir auf einen Bedarf, der in den letzten Jahren von Museen oder Theaterhäusern wiederholt an uns herangetragen wurde.

Im Rahmen des Programms bestärken wir Hausleitungen und Mitarbeitende darin, Diversität und Antidiskriminierung als Basis und Querschnittsaufgabe solidarischen Handelns in ihren Einrichtungen zu verankern und sie entsprechend der Bedürfnisse einer vielfältigen, postmigrantischen Gesellschaft zu gestalten. Dazu gehört, die eigene Institution auf bisher nicht genutzte Ressourcen zur Ermöglichung von Teilhabe in einer pluralen Gesellschaft zu befragen und institutionalisierte Abläufe zu verändern. Im Rahmen des Programms werden die 5 teilnehmenden Einrichtungen außerdem an 4 Vernetzungstreffen teilnehmen, die ihnen die Möglichkeit bieten, sich über den Prozess auszutauschen und voneinander zu lernen.

Darüber hinaus werden wir ab September 2023 zusätzlich digitale Workshops für interessierte und engagierte Einzelpersonen, die im Kunst- und Kulturbereich tätig sind (außerhalb der am Programm teilnehmenden Institutionen) anbieten. Die Termine werden an dieser Stelle sowie in unserem Newsletter bekannt gegeben.

Jetzt für Newsletter anmelden! 
In einem intensiven Auswahlprozess hat die Bildungsstätte Anne Frank im Juni 2023 fünf Kultureinrichtungen ausgewählt, die bis September 2024 durch Schulungs-, Beratungs- und Vernetzungsangebote in ihrem Prozess der diskriminierungskritischen und diversitätsorientierten Öffnung begleitet werden. Mit dabei sind:
 
  • das Hessische Landestheater Marburg,
  • der Karlstorbahnhof Heidelberg,
  • die Neue Bühne Senftenberg,
  • die Schirn Kunsthalle Frankfurt und
  • das Stadtmuseum Dresden.

Insgesamt hatten sich 15 Häuser verschiedenster Kunstsparten aus 10 Bundesländern für die Teilnahme am Programm „(K)ein Kunststück – Diversität im Kulturbetrieb fördern“ beworben, das gefördert wird durch die Robert Bosch Stiftung.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Presseinformation.
Gemeinsam mit der Leitung sowie einem Change-Team, das sich aus Mitarbeitenden verschiedener Abteilungen und Hierarchien der beteiligten Häuser zusammensetzt, erarbeiten wir passgenaue Maßnahmen zur diversitätsorientieren Öffnung der Kultureinrichtung. Dabei soll diskriminierungskritisches Wissen erlernt oder erweitert werden mit dem Ziel, dieses im jeweiligen Arbeitsbereich praktisch anzuwenden.

Angelehnt an Konzepte des Powersharings arbeiten wir Potenziale und Ressourcen heraus, die Heterogenität anerkennen und gleichberechtigte Teilhabe nachhaltig fördern. Dabei betrachten wir sowohl die interpersonelle als auch die institutionelle Ebene. Ein besonderer Fokus wird hierbei auf den Phänomenen Rassismus und Antisemitismus sowie den Wechselwirkungen mit anderen Diskriminierungsformen, beispielsweise Sexismus, liegen.

Jede Einrichtung kann zwischen unterschiedlichen Modulen, entsprechend den gemeinsam identifizierten Handlungsbedarfen, wählen. Im Fokus stehen Aspekte der Organisationsentwicklung sowie der täglichen Arbeitspraxis sowohl in der Verwaltung als auch in den künstlerischen, gestalterischen oder pädagogischen Abteilungen. Je nach Bedarf können dies Module von Fortbildungen zum Umgang mit Diskriminierung im Arbeitsalltag bis hin zu Beratung und gemeinsamer Entwicklung von strukturverändernden Maßnahmen in den Bereichen Programm, Vermittlung oder Personalwesen sein.
Im Rahmen des Modellprojektes veranstalten wir zusätzlich digitale Workshops für interessierte und engagierte Einzelpersonen, die im Kunst- und Kulturbereich tätig sind (außerhalb der am Programm teilnehmenden Institutionen). Damit schaffen wir ein öffentliches Angebot zur Fortbildung, Vernetzung und Stärkung für die diskriminierungskritische Arbeit im Kulturbereich. Die Weiterbildung wurde bereits im Oktober und November 2023 angeboten.

Weitere Workshops werden folgen. Damit schaffen wir ein öffentliches Angebot zur Fortbildung, Vernetzung und Stärkung für die diskriminierungskritische Arbeit im Kulturbereich.
Im März 2023 haben wir eine Pressemitteilung zum Projektstart versendet, in der wir ausführlich über das Projekt sowie das Bewerbungsverfahren für Kulturinstitutionen informieren.
Zur Pressemitteilung

Über die Auswahl der teilnehmenden Kultureinrichtungen haben wir im Juni 2023 in einer Pressemitteilung informiert.
Zur Pressemitteilung
Seit 2018 erreichen die Bildungsstätte Anne Frank verstärkt Anfragen von Museen und Theaterhäusern, die Interesse an Weiterbildungsangeboten für Mitarbeitende in den Themenfeldern Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus oder Beratung bei der Umsetzung von bestimmten Programmvorhaben, wie Ausstellungs- oder Vermittlungskonzepten, bekunden. Dieser Nachfrage sind wir gerne nachgekommen und haben in diesem Zusammenhang bereits mit zahlreichen Kulturinstitutionen zusammengearbeitet. Dieses Angebot bauen wir im Rahmen des Modellprojekts „(K)ein Kunststück – Diversität im Kulturbetrieb fördern“ aus.

Mehr über das Leitbild der Bildungsstätte erfahren
Darüber hinaus veranstaltet die Bildungsstätte Anne Frank regelmäßig Podien für die breite Öffentlichkeit, die sich mit Fragestellungen aus dem Kulturbetrieb beschäftigen – vom Umgang mit problematischen Stoffen bis zum Antisemitismusskandal auf der documenta fifteen. Einige der Veranstaltungen können auf unserem YouTube-Kanal nachgeschaut werden.

Streitbar #17: Kultur – streichen oder kontextualisieren, boykottieren oder aushalten?

Antisemitismus-Debatte auf der documenta fifteen – Chancen und Grenzen des Dialogs

Podium: Kunst & Kontext – Von der Mbembe-Debatte bis zur documenta fifteen

Podium: Antisemitismus in der Kunst

Podium: Rassismus am Theater