Projekte
Hessisches Kompetenzprogramm: Antisemitismus im Netz
Kontakt
Samuel Stern
Projektleitung/Bildungsreferent
(er/ihm – he/him)
Telefon: 069 / 56 000 244
E-Mail: sstern-at-bs-anne-frank.de
Laufzeit des Projektes: August 2025 bis Dezember 2029

Hessisches Kompetenzprogramm: Antisemitismus im Netz
Dabei zeigt sich, dass die Motive für Antisemitismus zwar über die Jahrhunderte unverändert geblieben sind, die Art der Verbreitung sich jedoch an aktuelle Gegebenheiten und digitalen Möglichkeiten angepasst hat. Antisemitismus wird im Digitalen heutzutage häufig nicht offen, sondern in codierter Form verbreitet und reproduziert – z.B. durch Emojis, Hashtags, Memes, Abkürzungen, Filter und KI-generierte Bilder und Videos. Um Antisemitismus heute zu verstehen, braucht es daher sowohl eine Sensibilisierung für antisemitische Narrative und Bilder als auch Kenntnisse zu den Logiken, Merkmalen und Wirkungsweisen von digitalen Räumen.
Im Rahmen des Hessischen Kompetenzprogramms „Antisemitismus im Netz“ möchten wir Lehr- und pädagogische Fachkräfte, Multiplikator*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbände und Gewerkschaften sowie Eltern aus Hessen einerseits mit Bildungsangeboten dazu befähigen, Antisemitismus im digitalen und analogen Raum besser zu erkennen und andererseits ihre digitalen Kompetenzen stärken –insbesondere im Umgang mit KI und Social Media. Im Projekt verknüpfen wir also antisemitismuskritische Bildung mit der Vermittlung von Digital Literacy. Das gewonnene Wissen soll unsere Zielgruppe dabei unterstützten, Jugendliche im Alltag für Antisemitismus in der analogen und digitalen Welt zu sensibilisieren, z.B. indem sie ihnen helfen bestimmte Perspektiven und Inhalte einzuordnen und kritische Hinweise zum Umgang mit Social Media bieten können.
Wir bieten 4-stündige Workshops zu Antisemitismus im Netz für:
- Lehrkräfte,
- pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit,
- Multiplikator*innen der politischen Bildung, zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbände oder Gewerkschaften
in Hessen an.
Termin: nach Absprache
Das Angebot kann individuell an die jeweilige Zielgruppe angepasst werden und ist kostenfrei.
Ergänzend dazu bieten wir für Eltern (ebenfalls in Hessen) „Sprechstunden/Elternabende“ an, in denen wir zu Antisemitismus in digitalen Räumen und den daraus resultierenden Gefahren für junge Menschen aufklären.
Bei Interesse kontaktieren Sie bitte den Projektleiter Samuel Stern per E-Mail an: sstern-at-bs-anne-frank.de.
- Lehrkräfte aller Schulformen
- pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit
- Multiplikator*innen der politischen Bildung zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbände oder Gewerkschaften
- Eltern
- Jährliche Schulungen für Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, Multiplikator*innen der politischen Bildung zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbände oder Gewerkschaften in Hessen, die Wissen zu Antisemitismus im Netz und medienpädagogischen Ansätzen vermitteln
- Jährlicher Fachtag zum Thema „Antisemitismus im Netz“ mit unterschiedlichen Schwerpunkten
- Diskussionsformate im Rahmen der Fachtage
- Dreimal im Jahr ein Angebot für Eltern zur Unterstützung im Umgang mit digitalen Räumen und dessen Gefahren bei jungen Menschen
- E-Learning-Kurs inklusive Materialien für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen (wird zum Abschluss des Projekts veröffentlicht)
14. & 15. September 2026
Frankfurt University of Applied Sciences
Gebäude 10, Erdgeschoss
Raum E07/08 (Multifunktionsraum)
Nibelungenplatz 1
Frankfurt am Main
Hinweis: Die Konferenz ist ausgebucht!
Zum Programmflyer
Vom 14. bis zum 15. September 2026 wird in Frankfurt am Main die 2-tägige Konferenz „Zwischen Like und Hass – Antisemitismus in sozialen Medien“ stattfinden, die von der Bildungsstätte Anne Frank und der Frankfurt University of Applied Sciences veranstaltet wird. Bei der Tagung möchten wir Akteur*innen aus Wissenschaft und Bildungspraxis wie z.B. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in den Austausch bringen.
Die Konferenz beleuchtet Antisemitismus in den sozialen Medien und dessen Bekämpfung sowohl aus der wissenschaftlichen als auch der pädagogischen Perspektive. Am ersten Tag dominiert der wissenschaftliche Blickwinkel: Vorgestellt werden aktuelle Forschungsergebnisse zu Erscheinungsformen des Antisemitismus auf verschiedenen Plattformen sowie zur Wahrnehmung digitalen Antisemitismus unter jungen Menschen. Darüber hinaus werden Ansätze und Strategien zur Eindämmung von Online-Antisemitismus diskutiert. Am zweiten Tag legen wir den Fokus auf die pädagogische Praxis: Nach einer Einführung in das Themenfeld und einer juristischen Einordnung von Online-Antisemitismus werden unterschiedliche Methoden der pädagogischen Bearbeitung vorgestellt und gemeinsam besprochen.
An wen richtet sich die Konferenz?
- Forschende zum Thema Antisemitismus oder/und soziale Medien
- Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte
- Studierende und Multiplikator*innen der historischen/politischen Bildung
- Community Manager*innen
- Policy Maker und Behörden
- sowie die interessierte Öffentlichkeit
Die Konferenz wird im Rahmen der beiden Projekte „Zwischen Like und Hass – Antisemitismus in sozialen Medien“ und „Hessisches Kompetenzprogramm: Antisemitismus im Netz“ veranstaltet.