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Hessisches Kompetenzprogramm: Antisemitismus im Netz 

Sowohl soziale Netzwerke als auch Künstliche Intelligenz sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele nutzen sie zur Information und Meinungsbildung. Zudem spiegeln ihre Inhalte oft gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen wider. So hat seit dem 7. Oktober 2023 nicht nur die Anzahl antisemitisch motivierter Vorfälle in unserer (analogen) Gesellschaft zugenommen – sondern auch die Verbreitung von judenfeindlichem Content im Netz. Auf nahezu allen Plattformen verbreiten sich antisemitische Narrative, Verschwörungserzählungen, Hate Speech und Deep Fakes seither in einem noch stärkeren Maße. 

Dabei zeigt sich, dass die Motive für Antisemitismus zwar über die Jahrhunderte unverändert geblieben sind, die Art der Verbreitung sich jedoch an aktuelle Gegebenheiten und digitalen Möglichkeiten angepasst hat. Antisemitismus wird im Digitalen heutzutage häufig nicht offen, sondern in codierter Form verbreitet und reproduziert – z.B. durch Emojis, Hashtags, Memes, Abkürzungen, Filter und KI-generierte Bilder und Videos. Um Antisemitismus heute zu verstehen, braucht es daher sowohl eine Sensibilisierung für antisemitische Narrative und Bilder als auch Kenntnisse zu den Logiken, Merkmalen und Wirkungsweisen von digitalen Räumen. 

Im Rahmen des Hessischen Kompetenzprogramms „Antisemitismus im Netz“ möchten wir Lehr- und pädagogische Fachkräfte, Multiplikator*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbände und Gewerkschaften sowie Eltern aus Hessen einerseits mit Bildungsangeboten dazu befähigen, Antisemitismus im digitalen und analogen Raum besser zu erkennen und andererseits ihre digitalen Kompetenzen stärken –insbesondere im Umgang mit KI und Social Media. Im Projekt verknüpfen wir also antisemitismuskritische Bildung mit der Vermittlung von Digital Literacy. Das gewonnene Wissen soll unsere Zielgruppe dabei unterstützten, Jugendliche im Alltag für Antisemitismus in der analogen und digitalen Welt zu sensibilisieren, z.B. indem sie ihnen helfen bestimmte Perspektiven und Inhalte einzuordnen und kritische Hinweise zum Umgang mit Social Media bieten können. 
Die Angebote richten sich an folgende Zielgruppe im Bundesland Hessen: 
  • Lehrkräfte aller Schulformen 
  • pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit 
  • Multiplikator*innen der politischen Bildung zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbände oder Gewerkschaften  
  • Eltern
     
Sie sind Teil der Zielgruppe und möchten an den Angeboten teilnehmen? Schreiben Sie gerne eine Mail an pwidmaier-at-bs-anne-frank.de und wir informieren Sie rechtzeitig über die Angebote des Projekts. 
  • Jährliche Schulungen für Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, Multiplikator*innen der politischen Bildung zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbände oder Gewerkschaften in Hessen, die Wissen zu Antisemitismus im Netz und medienpädagogischen Ansätzen vermitteln 
     
  • Jährlicher Fachtag zum Thema „Antisemitismus im Netz“ mit unterschiedlichen Schwerpunkten 
     
  • Diskussionsformate im Rahmen der Fachtage  
     
  • Dreimal im Jahr ein Angebot für Eltern zur Unterstützung im Umgang mit digitalen Räumen und dessen Gefahren bei jungen Menschen 
     
  • ​​​​​​​E-Learning-Kurs inklusive Materialien für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen (wird zum Abschluss des Projekts veröffentlicht) 
 
Wir möchten Menschen, die im pädagogischen Raum tätig sind, sowie Eltern dazu zu befähigen, die Dynamiken und Formen von Antisemitismus besser identifizieren und verstehen zu können – sowohl in der analogen als auch der digitalen Welt. Zudem vermitteln wir konkrete Handlungsstrategien zum Umgang mit Antisemitismus und stärken ihre digitalen Kompetenzen im Umgang mit Social Media und KI, damit sie Jugendliche zukünftig noch sicherer in ihren Sozialisationsprozessen begleiten können.