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Veranstalter

In Kooperation mit

Anne-Frank-Tag Frankfurt

"Wir können niemals nur Niederländer oder nur Engländer oder was auch immer werden, wir müssen daneben immer Juden bleiben. Aber wir wollen es auch bleiben."
Anne Frank, 11. April 1944

Nach einem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr freuen wir uns sehr, den zweiten Anne Frank-Tag der Stadt Frankfurt gemeinsam zu begehen. Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt geboren.

Die Frage, welche Zugehörigkeit das eigene Leben bestimmt, beschäftigt heutige Jugendliche ebenso wie Anne Frank im April 1944. Wie kann ich als stolzes Mitglied einer Minderheit zugleich Teil der Mehrheit sein? Diese Frage stellt sich Jugendlichen in Deutschland heute in Freiheit und vor dem Hintergrund der Garantien des Grundgesetzes und der Menschenrechte.

Die judenfeindlichen Verfolgungen in den nationalsozialistisch besetzten Niederlanden hatten Anne Frank und ihrer Familie jede Freiheit und alle Rechte genommen. Heute geht es darum, Grundrechte und Demokratie für alle erfahrbar zu machen und zu sichern.

An dem Tag, an dem Anne Frank 89 Jahre alt geworden wäre, möchte die Stadt Frankfurt an Anne Frank erinnern und die Botschaft ihres weltberühmten Tagebuchs ins Zentrum des Engagements für die Werte stellen, die sie der Verfolgung zum Trotz so überzeugend vertritt.

In Zeiten eines erstarkenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft ist uns das ein besonderes Anliegen.

Wir möchten alle Frankfurter*innen herzlich dazu einladen, sich bei den unterschiedlichen Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen des 2. Anne Frank-Tags mit aktuellen Formen von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen.

Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung

Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank

Programm

Auftaktveranstaltung

Online-Ausstellung zur Geschichte der Familie Frank & Graphic DiaryLesung mit Alina Levshin

18.30 Uhr Historisches Museum Frankfurt, Leopold Sonnemann-Saal, 60311 Frankfurt, Eintritt 4 €

Die Geschichte der Familie Frank lässt sich bis in die Frankfurter Judengasse zurückverfolgen. In ihr spiegeln sich das Leben im Ghetto, die jüdische Aufklärung und Emanzipation wie auch die Erfahrung von Flucht und Exil. Zu Beginn des Abends führen Anne-Marie Bernhard und Ann-Kathrin Rahlwes anhand einer Online-Ausstellung in diese Familiengeschichte ein. Die Schauspielerin Alina Levshin gibt unterdessen einen Einblick in den innerfamiliären Briefwechsel.

Im zweiten Teil des Abends findet eine szenische Lesung aus dem Graphic Diary statt, welches nun als neue Fassung des Tagebuchs der Anne Frank vorliegt. Alina Levshin liest aus dieser neuen Fassung, die den Originaltext mit adaptierten Dialogen von Ari Folman kombiniert. Dazu werden Illustrationen von David Polonsky eingeblendet – eine Lesung mit Kinostimmung, bei der Anne Franks Leben mit den anderen sieben Bewohnern im Hinterhaus, die Angst entdeckt zu werden und ihre Gefühle als Heranwachsende lebendig werden.

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und des Jüdischen Museums Frankfurt in Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt und dem Anne Frank Fonds, Basel.

Anmeldung unter: Besucherservice des Historischen Museum Frankfurt, 069 – 212 35154 oder besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de

Anne Frank Tag

Workshop mit Schülerinnen und Schülern. Anne Frank – (k)eine Jugend in Frankfurt

9.30 –12 Uhr, RPI Religionspädagogisches Institut der Evang. Kirche in Kurhessen-Waldeck und der Evang. Kirche in Hessen und Nassau, Regionalstelle Frankfurt, Rechneigrabenstraße 10, 60311 Frankfurt, Eintritt frei (bitte anmelden)

Im Alter von 4 Jahren musste Anne Frank aus Frankfurt fliehen. Im Workshop soll es darum gehen, wie Jugendliche jüdischen Glaubens in Frankfurt durch die Nürnberger Gesetze systematisch aus der Gesellschaft aus - gegrenzt wurden.

Im Rahmen des Workshops machen wir Station bei derehemaligen Hauptsynagoge und der Erinnerungsstätte an der ehemaligen Großmarkthalle; von dort wurden zwischen 1941 und 1945 Frankfurter Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager deportiert.

Anmeldung unter: frankfurt@rpi-ekkw-ekhn.de Maximale Teilnehmer*innenzahl: 50

 

Führung durch die WestendSynagoge

10/13/17 Uhr, Westend-Synagoge, Freiherr-vom-Stein-Straße 30, 60323 Frankfurt, Eintritt frei

Über 100 Jahre ist sie alt, die Westend-Synagoge mit ihrer prachtvollen Kuppel: Themen der Führung sind die Geschichte des Gebäudes und die Entwicklung jüdischen Lebens in Frankfurt, ebenso wie Riten und Rituale, die anhand von Objekten veranschaulicht werden.

Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 30 Personen beschränkt.
Anmeldung unter: www.jg-ffm.de/karten

Preisverleihung: Frankfurter Schulpreis 2018 "Schule lebt Demokratie"

11 Uhr, Paulskirche, Paulsplatz 11, 60311 Frankfurt Mit Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber 

Unter dem Motto „Schule lebt Demokratie“ haben sich zahlreiche Frankfurter Schulen an der Ausschreibung zum Frankfurter Schulpreis beteiligt, der dieses Jahr zum ersten Mal ausgelobt wird. Gesucht wurden Projekte zur Förderung einer inklusiven Schulkultur, zur Stärkung der Partizipation von Schüler*innen und zur Umsetzung von Themen wie Demokratisches Handeln, Gleichberechtigung, Vielfalt und Toleranz. Zehn Projekte wurden von der Fachjury in die engere Auswahl gewählt. Die drei Besten werden am Anne FrankTag von der Stadt Frankfurt in der Paulskirche geehrt.

Anmeldung an: Oliver Fassing, ofassing@bs-anne-frank.de

 

Stadtführung: "Die Jüdin – Anne Frank"

11/16 Uhr, Marbachweg 307 (Dornbusch), 60320 Frankfurt, Eintritt 9?€ (ein U-Bahnticket muss erworben werden)

Eine Führung durch Frankfurt, auf den Spuren von Anne Frank. Anhand unzähliger Dokumente, persönlicher Erzählungen, Briefe und Fotos ist eine Familienchronik entstanden, die einen neuen und eindrücklichen Blick auf Anne Frank, ihre Persönlichkeit, ihre Familie und deren Lebenswelt in Frankfurt ermöglicht.
Anmeldung unter: adriane.dolce@viatour.de Mobil 0177 – 59 65 181
Veranstalter: Adriane Dolce, Viatour

 

Verwurzelt in der Judengasse Die Lebenswelt der Vorfahren Anne Franks

14.30–17 Uhr, Museum Judengasse, Battonnstr. 47, 60311 Frankfurt

Ausgehend von den Vorfahren Anne Franks, die bis 1806 in der Frankfurter Judengasse lebten, können Schulklassen sich im Museum Judengasse mit der Lebenswelt in der Judengasse um 1700 beschäftigen. Eine neue Online-Ausstellung zur Geschichte der Familie kann ebenfalls pädagogisch genutzt werden. Die Weiterbildung richtet sich an Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte.

Eine Veranstaltung des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums. Leitung: Gottfried Kößler Anmeldung unter: gottfried.koessler@stadt-frankfurt.de


Eröffnung: Das Lernlabor "Anne Frank. Morgen mehr." Deine Meinung zählt!

14.30 Uhr: Erste! Junge Frankfurter*innen erkunden das Lernlabor

17.30 Uhr: Feierliche Eröffnung mit u.a. Oberbürgermeister Peter Feldmann, Josef Schuster (Zentralrat der Juden in Deutschland) und Aiman Mazyek (Zentralrat der Muslime in Deutschland). Für geladene Gäste im Lernlabor. Für alle per Videoübertragung im Café Anschluss.

Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt

Ausstellung war gestern: Nach dem großen Umbau eröffnet die Bildungsstätte Anne Frank am 12. Juni das neue Lernlabor "Anne Frank. Morgen mehr". Es verknüpft die Geschichte von Anne Frank auf innovative Weise mit Fragen an das Zusammenleben in der vielfältigen Gesellschaft von heute. Vor allem Jugendliche sind eingeladen, sich mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung in Vergangenheit und Gegenwart zu beschäftigen und sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen auseinanderzusetzen: In welcher Gesellschaft möchte ich leben? Wofür lohnt es sich zu streiten? Exklusiv für Sie & Euch am 12. Juni: Wir verlosen eine begrenzte Anzahl Tickets für die Veranstaltungen zur Eröffnung. Für Frankfurter*innen & friends: Freier Eintritt für alle am großen Eröffnungswochenende (16. und 17. Juni 2018).

Infos zur Verlosung und zum gesamten Eröffnungsprogramm: www.bs-anne-frank.de/morgenmehr


Podium: Erinnern in der Migrationsgesellschaft?/?Gedenken an die Shoa

19.30 Uhr, Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

Die deutsche Gesellschaft von heute ist vielfältig und perspektivenreich. Wir debattieren, welche Auswirkungen das auf die deutsche Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus hat – und welche Chancen sich daraus ergeben. Podium: Marc Grünbaum (Jüdische Gemeinde Frankfurt), Dr. Elke Gryglewski (Gedenkstätte Haus der WannseeKonferenz, Berlin), Dr. Türkân Kanb?çak (Pädagogisches Zentrum, Frankfurt), Awa Yavari (Guide, Bildungsstätte Anne Frank). Moderation: Gottfried Kößler (Pädagogisches Zentrum, Frankfurt)