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Dieses Projekt wurde im April 2022 abgeschlossen.
 


Mit freundlicher Unterstützung von der TikTok Deutschland GmbH


Da Jugendliche sich einen großen Teil des Alltags online bewegen und sich oft unkritisch verschiedensten Inhalten und Medien aussetzen, sind sie besonders gefährdet, einerseits Opfer von Hassrede zu werden, andererseits aber auch unbedacht hasserfüllte Statements weiter zu verbreiten.

Hassrede erfüllt dabei die Funktion der Degradierung und Entmenschlichung. Es werden bewusst oder unbewusst bestehende Vorurteile reproduziert. Besonders Minderheiten und benachteiligte Gruppen wie Frauen, LGBTQ-Personen, Muslim*innen, Jüdinnen und Juden, Geflüchtete sowie Sinti*zze und Rom*nja sind Ziele der Diskriminierung. Aber auch Fake News, toxische Sprache sowie eine gezielte Abwertung sowie Ausgrenzung im digitalen Raum stellen eine Gefahr für die psychische und physische Gesundheit von Jugendlichen dar.

Über das Bildungsprojekt „Jugend gegen Hass im Netz“
Das Projekt „Jugend gegen Hass im Netz“ hat sich zum Ziel gemacht, Jugendliche in ihrer Informations- und Medienkompetenz zu stärken. Das Bildungsmodellprojekt der Bildungsstätte Anne Frank, das von der digitalen Plattform TikTok unterstützt wird, startete im April 2021 und endete im April 2022.

Es richtet sich an Schulklassen mit Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren. Im Rahmen eines dreitägigen Workshops lernen die Jugendlichen den Unterschied zwischen Hate Speech und Cybermobbing kennen; erfahren, wie sie Fake News und Verschwörungserzählungen erkennen und durch einen Faktencheck und Quellenprüfung entkräften können; welche Funktionen Desinformationen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit haben und wie sie sich vor Hass im Netz schützen und ihm zugleich entgegentreten können.
Darüber hinaus lernen die Schüler*innen unterschiedliche Medienformate, ihre Besonderheiten und Produktionsbedingungen kennen. Anschießend erstellen sie in kleinen Gruppen eigene Podcasts, Kurzfilme, Interviews, Expertengespräche, Nachrichtenbeiträge etc. rund um das Thema Hassrede.

Von Podcasts bis zu Expert*innengesprächen
Im Herbst 2021 konnten sich mehrere Schulklassen beim Erstellen zahlreicher kreativer Medienformate im Rahmen der Workshops dem Thema Hate Speech annähern. Zu den vielen Highlights gehört u.a. ein Podcast mit dem Titel „Wir haben eine Stimme - #JugendgegenHass“, in dem vier Jugendliche die Expertin Nadine Brömme von „Das Nettz“ zum Thema Hassrede interviewen. Der Podcast ist im September 2021 on air gegangen Ist und hier auf Spotify nachgehört werden kann.

Zudem fand am 2. Februar 2022 ein Expertentalk statt, in dem Schüler*innen der Realschule Anne Frank unterschiedliche Expert*innen Fragen rund um das Thema Hassrede stellen konnten. Die Diskussion wurde aufgezeichnet und ist auf dem YouTube-Kanal der Bildungsstätte Anne Frank abrufbar. Die Gäste waren:
  • Jennifer Maske, Regionale Geschäftsstelle Frankfurt am Main des Netzwerks gegen Gewalt, Polizeipräsidium Frankfurt
  • Katharina Herbert, Kriminalhauptkommissarin, Polizeiliche Prävention/Jugendkoordinatorin, Polizeipräsidium Frankfurt
  • Thomas Hollerbach, Polizeihauptkommissar, Pressestelle Polizei Frankfurt
  • Friedrich Enders, Public Policy & Government Relations DACH, TikTok Germany GmbH
  • Stefanie Michels, Leiterin Social Media, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
  • Alia Pagin, freie Medienpädagogin

Diskussion mit Jugendlichen und Expert*innen zum Thema Hate Speech

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Weitere Beiträge von teilnehmenden Schüler*innen
Die Landeschule Hanau berichtete von dem Workshop in einer eigenen Presseinformation. Die Elisabethenschule aus Frankfurt fasst ihre Erfahrungen in einem Beitrag im Schulblog zusammen.