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Programmflyer zur Konferenz "Zwischen Like & Hass"

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Frankfurt University of Applied Sciences
Gebäude 10, Erdgeschoss 
Raum E07/08 (Multifunktionsraum) 
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main

Konferenz für Akteur*innen aus Wissenschaft & Bildungspraxis

Zum Programmflyer

Tag 1 / Fokus: wissenschaftliche Perspektiven

Montag, 14. September 2026
9:30 bis 17:15 Uhr

Wichtiger Hinweis: Tag 1 ist bereits ausgebucht! Wir setzen Sie jedoch gerne auf die Warteliste, so dass Sie ggf. noch nachrücken können, wenn ein Platz frei wird.

Tag 2 / Fokus: pädagogische Praxis
Dienstag, 15. September 2026
12:00 bis 18:15 Uhr

Es ist auch möglich an nur einem der beiden Konferenztage teilzunehmen! Im Anmeldeformular haben Sie die Möglichkeit auszuwählen, ob Sie an Tag 1, Tag 2 oder an beiden teilnehmen möchten

Zum Anmeldeformular

Die Teilnahme ist kostenfrei, inkl. Mittagessen und Getränken.

An wen richtet sich die Konferenz?

  • Forschende zum Thema Antisemitismus oder/und soziale Medien
  • Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte
  • Studierende und Multiplikator*innen der historischen/politischen Bildung
  • Community Manager*innen
  • Policy Maker und Behörden
  • sowie die interessierte Öffentlichkeit


Vom 14. bis zum 15. September 2026 wird in Frankfurt am Main die 2-tägige Konferenz „Zwischen Like und Hass – Antisemitismus in sozialen Medien“ stattfinden, die von der Bildungsstätte Anne Frank und der Frankfurt University of Applied Sciences veranstaltet wird. Bei der Tagung möchten wir Akteur*innen aus Wissenschaft und Bildungspraxis wie z.B. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in den Austausch bringen.

Die Konferenz beleuchtet Antisemitismus in den sozialen Medien und dessen Bekämpfung sowohl aus der wissenschaftlichen als auch der pädagogischen Perspektive. Am ersten Tag dominiert der wissenschaftliche Blickwinkel: Vorgestellt werden aktuelle Forschungsergebnisse zu Erscheinungsformen des Antisemitismus auf verschiedenen Plattformen sowie zur Wahrnehmung digitalen Antisemitismus unter jungen Menschen. Darüber hinaus werden Ansätze und Strategien zur Eindämmung von Online-Antisemitismus diskutiert. Am zweiten Tag legen wir den Fokus auf die pädagogische Praxis: Nach einer Einführung in das Themenfeld und einer juristischen Einordnung von Online-Antisemitismus werden unterschiedliche Methoden der pädagogischen Bearbeitung vorgestellt und gemeinsam besprochen.

PROGRAMM 
TAG 1 
FOKUS: WISSENSCHAFTLICHE PERSPEKTIVEN 

Montag, 14. September 2026 

09:30 – 17:15 Uhr  
Frankfurt University of Applied Sciences 
Gebäude 10, Erdgeschoss 
Raum E07/08 (Multifunktionsraum) 

Moderation: Marie-Sophie Adeoso, Leitung Kommunikation, Bildungsstätte Anne Frank 

09:30 – 09:45 Uhr  BEGRÜSSUNG & 3 FRAGEN AN … 

  • Prof. Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Professor für Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS)
  • Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Präsident der FUAS  
  • Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (SPD) 
 
09:45 – 10:30 Uhr KEYNOTE 
Antidemokratisches Influencing: Antisemitismus & demokratiefeindliche Phänomene in den sozialen Netzwerken
  • Dr. Deborah Schnabel, Direktorin der Bildungsstätte Anne Frank 
  • Eva Berendsen, Leitung Politische Bildung im Netz, Bildungsstätte Anne Frank 

10:30 – 11:00 Uhr „CRITICAL-FRIEND“- BEITRAG ZUR KEYNOTE 
Neue Wissensautoritäten in sozialen Medien? Politische Kommunikation von Social-Media-Influencern aus Perspektive der Medienwirkungsforschung
  • Prof. Dr. Christian von Sikorski, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Arbeitsstelle Medienwirkungsforschung, Freie Universität Berlin, Leitung des Berlin Media Effect Labs 
     
11:00 – 11:15 Uhr  DISKUSSION 

11:15 – 11:30 Uhr KAFFEEPAUSE 


11:30-13:10 INPUT & PECHA KUCHA 
Codes, Chiffren & omnipotente Cliquen – Wie und warum sich Antisemitismus in sozialen Medien ungehemmt verbreiten kann 

OPENING INPUT 
Nur für den K(l)ick, für den Augenblick? Antisemitismus als virales Online-Phänomen 
  • Maik Fielitz, Bereichsleiter Digitale Konfliktforschung, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena 

PECHA KUCHA 
I. Antisemitismus im Feed. Was junge Erwachsene sehen, glauben und verbreiten
  • Yasmine Goldhorn, Projektleitung „Zwischen Like & Hass“, Bildungsstätte Anne Frank  
  • Dr. Marlena Kilinc, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Projekt „Zwischen Like & Hass“, Frankfurt University of Applied Sciences 

II. Reine Ansichtssache? Wahrnehmungen der Nahost-Berichterstattung
  • Prof. Dr. Carsten Reinemann, Professor und Dekan am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Ludwig-Maximilian-Universität, München 

III. Decoding Antisemitism in YouTube Videos: Einblicke in ein Forschungsprojekt
  • Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann & Deidre Berger, Projekt DAYVid („Decoding Antisemitism in YouTube Videos“), Tikvah Institut, Berlin 

IV. Weltverschwörung, Hass und Wasserfilter. Wie deviante Creator*innen auf Telegram Geld verdienen 
  • Dr. Pablo Jost, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsbereich Politische Kommunikation, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz 

V. Die Strippenzieher hinter dem „Großen Austausch“ – Antisemitische visuelle Narrative in rechtsextremen Memes 
  • Felix Stolle, Masterabsolvent am Institut für Medien und Kommunikation (IMK), Universität Hamburg 
     
13:10 – 14:15 Uhr MITTAGSPAUSE 

14:15 – 15:00 Uhr IMPULSVORTRAG / Q & A 
Zwischen Trefferquote und Kontext: Möglichkeiten und Grenzen KI-gestützter Hasserkennung
  • Prof. Dr. Helena Mihaljević, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 
     
15:00 – 15:15 Uhr KAFFEEPAUSE 

15:15 – 16:00 Uhr PANEL  
Bekämpfung von Antisemitismus in sozialen Medien in der Ära von „Big Tech“
Wissenschaft, Politikberatung & Bildung im Gespräch
 
  • Maik Fielitz, Bereichsleiter Digitale Konfliktforschung, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena 
  • Prof. Dr. Christian von Sikorski, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Arbeitsstelle Medienwirkungsforschung, Freie Universität Berlin 
  • Cosima Pfannschmidt, Leitung des Forschungsprojekts „TWON – Twin of Online Social Networks, Forschungszentrum Informatik (FZI), Berlin 

Moderation: Deborah Schnabel, Bildungsstätte Anne Frank 

16:15 – 17:00 Uhr PANEL  
Gefühlte Wahrheiten & Influencer als neue Welterklärer – Wie können Medien mit dem Vertrauensverlust im Social-Media-Zeitalter umgehen?
  • Stefan Spiegel, Head of Content bei funk – Content-Netzwerk von ARD und ZDF 
  • Noura Mahdhaoui, Fernsehjournalistin, NDR 

Moderation: Eva Berendsen, Bildungsstätte Anne Frank 

17:00 – 17:15 Uhr ABSCHLUSS 
  • Prof. Dr. Meron Mendel, Bildungsstätte Anne Frank & Frankfurt University of Applied  Sciences 


TAG 2 
FOKUS: PÄDAGOGISCHE PRAXIS 

Dienstag, 15. September 2026
 
12:30 – 18:15 Uhr  
Frankfurt University of Applied Sciences 
Gebäude 10, Erdgeschoss 
Raum E07/08 (Multifunktionsraum) 

Moderation: Aisha Camara, freie Kommunikationsberaterin, politische Bildnerin, Moderatorin 

12:00 – 12:30 Uhr BEGRÜSSUNG 

12:30 – 13:00 Uhr IMPULSVORTRAG 

Antisemitismus & demokratiefeindliche Phänomene in den sozialen Netzwerken – Ein Überblick 
  • Bildungsstätte Anne Frank 

13:00 – 13:30 Uhr IMPULSVORTRAG  
Rechtliche Einordnung und Handlungsmöglichkeiten bei Hatespeech und Online-Antisemitismus
  • Niels Gehrig, Rechtsanwalt für IT-Recht, JUN Legal GmbH 

13:30 – 14:30 Uhr MITTAGSPAUSE 

14:30 – 16:45 Uhr BEST PRACTICES 
Ein Methoden-Parcours zu unterschiedlichen Bildungsformaten 
 
I. „Online bin ich ...“ – Social Media Literacy über eigene Zugänge ermöglichen 
  • Céline Wendelgaß, Fach- und Methodenexpertin, Bildungsstätte Anne Frank 

II. Aufsuchende Soziale Arbeit im digitalen Raum – Digital Streetwork zwischen Innovation, Beziehung & Intervention
  • Jerome Trebing, Soziologe & Mitentwickler des Ansatzes „Digital Streetwork“, Amadeu Antonio Stiftung 
III. AI Literacy: Kann ich der KI vertrauen? 
  • Frank Schlegel, Medientrainer, Fachgruppe Künstliche Intelligenz, Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)

16:45 – 17:15 Uhr KAFFEEPAUSE 

17:15 – 18:00 Uhr CREATOR*INNEN-PANEL 
Mit Hooks gegen Hass – Wie Microlearning auf Social Media gelingen kann
  • Rosa Jellinek, Content Creatorin (@rose_igeaussichten), queer-jüdische Aktivistin und politische Bildnerin 
  • Bob Blume, Bildungsinfluencer (@netzlehrer), Lehrer, Sachbuchautor, Referent, Podcaster 
  • Eva Berendsen, Leitung Politische Bildung im Netz, Bildungsstätte Anne Frank 

18:00 – 18:15 Uhr ABSCHLUSS 

Die Konferenz wird im Rahmen der beiden Projekte „Zwischen Like und Hass – Antisemitismus in sozialen Medien“, gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur im Rahmen des Programms „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ und „Hessisches Kompetenzprogramm: Antisemitismus im Netz“, gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – Aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ veranstaltet.