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Ansprechpartnerin

Bildungsstätte Anne Frank

Céline Wendelgaß (Veranstaltungsmanagement)

Tel.: 069/56 000 233

E-Mail: cwendelgass@bs-anne-frank.de

Tagungsberichte

8. Tagung - Frankfurt 2017
Rechtspopulismus und Judenfeindschaft - Kontinuitäten, Brüche, Herausforderungen


7. Tagung - Kassel 2016
Kommunikation: Latenzen - Projektionen - Handlungsfelder

6. Tagung - Kassel 2015
Religion: Diskurse - Reflektionen - Bildungsansätze

5. Tagung - Jena 2014
Antisemitismus und Rassismus -  Verflechtungen?


4. Tagung - Nürnberg 2013 

Kontext Nahostkonflikt

 

3. Tagung - Köln 2012 
Bildungszugang Gender 

 

2. Tagung - Frankfurt 2012 
Bildungskontext Alltagskultur

 

1. Tagung - Berlin 2011 
Bildungsraum Lebenswelt

Blickwinkel-Tagung 2018

Radikal antisemitisch! Bildungsansätze - Prävention - Intervention

Radikale Ideologien sind für junge Menschen heute offenbar besonders anziehend. In gesellschaftlichen Krisensituationen, in denen die Unsicherheiten der Moderne als belastend erlebt und die eigene Identität bedroht scheint, bieten Angebote von rechtsextremen oder islamistischen Gruppen vermeintlich Halt und Klarheit in unüberschaubaren Verhältnissen.

Antisemitismus bildet dabei einen Schlüsselbegriff zum Verständnis radikaler Ideologien. Juden und Jüdinnen gelten und galten in der Geschichte immer wieder als Verkörperung von Ambivalenzen und Widersprüchen, die sich Menschen nicht ohne weiteres erklären konnten oder abwehren wollten. Der Hass gegen sie ist ein Hass gegen das Unterschiedliche, gegen das, was die eigene – vielmals gerade erst gefundene – Identität infrage stellen könnte.

Je radikaler die Abwehr des Anderen, desto radikaler kann die eigene Identität gefasst werden. Radikale Ideologien wandeln Ängste von Adoleszenten in Aggression gegen alle um, die das eigene Weltbild verunsichern könnten. Eigene Unsicherheiten werden auf diese Weise erfolgreich verschleiert.

Gleichzeitig richtet sich der Hass aber nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Radikalisierung verlangt von den Einzelnen, sich selbst zu disziplinieren, sich stufenweise immer weiter den Anforderungen der radikalen Ideologie zu beugen, sich z. B. Lust und Unbefangenheit zu versagen für den Kampf im rechtsterroristischen Untergrund bis hin zur Selbstopferung im Jihadismus.

Wie aber vermittelt sich diese Bereitschaft zur totalen Anpassung bis hin zur Selbstaufgabe? Welche Rolle nimmt Antisemitismus dabei ein? Welche Bedeutung hat die Geschlechtsidentität im Radikalisierungsprozess? Und wie kann die antisemitismuskritische Bildungsarbeit auf Radikalisierung reagieren? Wir haben Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen und Akteur*innen aus der Stadtteilarbeit, Mediation, Beratung und Bildungsarbeit dazu eingeladen, diese Fragen gemeinsam auf der 9. Blickwinkel-Tagung zu diskutieren.

Eine ausführliche Tagungsdokumentation folgt!

Die Tagungsreihe Blickwinkel

Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft


Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- sowie Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit.

Die Blickwinkel-Reihe beleuchtet seit 2011 aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente. Dazu ermöglichen die Veranstalter*innen einen verstetigten Austausch und Vernetzung für Wissenschaft und pädagogische Praxis. 

Rückschau: Blickwinkel 2011 bis 2013

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