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Der Verein

Im Juli 1994 gründeten engagierte FrankfurterInnen den gemeinnützigen Verein Jugendbegegnungsstätte Anne Frank. Anlass war das Projekt "Auf den Spuren der Anne Frank", das zum 65. Geburtstag von Anne Frank im Stadtteil Dornbusch initiiert wurde. In der Geburtsstadt Anne Franks sollte ein Ort der Erinnerung, der Auseinandersetzung und der Begegnung geschaffen werden.

2013 wurde die Jugendbegegnungsstätte in Bildungsstätte Anne Frank umbenannt. Die Namensänderung markiert, dass die Institution neben der Jugendarbeit auf vielen weiteren Feldern aktiv ist.

Bis heute wird die Bildungsstätte durch den Verein und seine Mitglieder getragen.

Der Vorstand

Die Mitgliederversammlung des Vereins Bildungsstätte Anne Frank wählt den Vorstand alle zwei Jahre. Der Vorstand ist Arbeitgeber für die MitarbeiterInnen der Bildungsstätte, er hat Kontrollfunktion und beruft den Pädagogischen Ausschuss.


Geschäftsführender Vorstand 

Hanskarl Protzmann (Vorsitzender), geb. 1944, Fachmann für Regional- und Stadtplanung; von 1989 bis 1995 Baudezernent der Stadt Frankfurt am Main; seit 1996 Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Firma ProProjekt Projekt Management & Projektberatung GmbH.

Isolde Sonnemann (stellvertretende Vorsitzende), geb.1941, früher Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin an der Abendrealschule Frankfurt, pensioniert; seit 2003 im Vorstand des Vereins Jugendbegegnungsstätte Anne Frank und mitverantwortlich für den Infobrief, weitere ehrenamtliche Tätigkeiten bei der Telefonseelsorge und im Frankfurter Zoo.

Andreas Dickerboom (Kassierer), geb. 1966, Studium Geschichte und Deutsch für das Lehramt, seit 1999 Online-Redakteur beim Hessischen Rundfunk. Ehrenamtlicher Regionalsprecher Rhein-Main der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie".


BeisitzerInnen 

Sabena Donath, geb. 1971, Dipl. Pädagogin, 1997-2003 Leitung einer Frankfurter Jugendeinrichtung, seit 2003 freie Trainerin für Konfliktmanagement und Kommunikation sowie Gewaltprävention und Interkulturelle Kompetenz; von 2005-2009 Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Vereins Jugendbegegnungsstätte Anne Frank.

Anne Gemeinhardt, geb. 1981, leitet seit Januar 2013 den Bereich Bildung und Vermittlung im Historischen Museum Frankfurt; Studium der Kulturgeschichte und Jüdischer Geschichte in Augsburg, Lyon und München; von 2009 bis 2012 war sie für das Jüdische Museum Frankfurt tätig.

Karin Stahl, geb. 1956, Lehrerin für Politik und Wirtschaft, Deutsch und ev. Religion, tätig als Rektorin a.A. am Studienseminar für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Frankfurt am Main mit den Arbeitsschwerpunkten Politische Bildung und  Interkulturelles Lernen.

Ilona Klemens, seit 2003 Inhaberin der Pfarrstelle für Interreligiösen Dialog in Frankfurt. Seither mitverantwortlich für Projekte wie die „Christlich-Islamische Woche der Begegnung“(CIW), Heilige Texte, Trialog der Religionen, Kulturbrücke Kino oder Tagungen zum Christlich-Buddhistischen Dialog. Mitinitiatorin des Frankfurter Rates der Religionen. 

Mit inhaltlichen Themen beschäftigt sich der Pädagogische Ausschuss, dem neben den BeisitzerInnen als externe ExpertInnen Prof. Dr. Astrid Messerschmidt sowie Dr. Wolfgang Meseth angehören.

Der Beirat

Der Beirat begleitet und unterstützt die Arbeit der Bildungsstätte als parteipolitisch neutrales Gremium. Er engagiert sich vor allem als Fürsprecher bei Sponsoren und als Verbindung zu kulturellen sowie politischen Gremien.

Mitglieder: Bettina von Bethmann, Ursula Ernst, Peter Feldmann, Ulrike Holler, Rüdiger Niemann, Roderich Reifenrath, Trude Simonsohn, Ursula Trautwein und Turgut Yüksel.

Die Geschichte der (J)BS

Die Idee einer Jugendbegegnungsstätte hat eine lange Vorgeschichte. Bereits um 1950 äußerte Otto Frank den Wunsch nach einer Begegnungsstätte in Anne Franks Namen. Mehrfach wurde diese Idee vom Frankfurter Jugendring unterstützt von Kirchen, Gewerkschaften und anderen aufgegriffen. Doch erst durch die Ausstellung "Anne aus Frankfurt. Leben und Lebenswelt Anne Franks" des Historischen Museums 1991 und das Projekt "Spurensuche Anne Frank" im Jahr 1993/1994 wurde die Umsetzung konkret.

1994 wurde dazu der Verein "Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V." gegründet. Parallel schloßen sich an dem Spurensuche-Projekt beteiligte Lehrer_innen und Eltern im Dornbusch zu einer Bürgerinitiative zusammen, um sich für die Gründung einer Jugendbegegnungsstätte einzusetzen.

Als die US-Army ihre Gebäude in der Hansaallee und damit auch das ehemalige Haus der Jugend, verlässt, kommt gemeinsam mit dem Verein "Haus der Jugend e.V." die Idee und Forderung auf, zusammen mit anderen Kultur-, Bildungs- und Jugendeinrichtungen die künftige Jugendbegegnungsstätte Anne Frank dort unterzubringen. Am 1. Dezember 1996 ist es dann soweit und die noch leerstehenden Räume der Jugendbegegnungsstätte werden symbolisch eröffnet. Knapp zwei Monate später übergibt das Historische Museum Frankfurt die Ausstellung "Anne aus Frankfurt. Leben und Lebenswelt Anne Franks" offiziell an die Jugendbegegnungsstätte.

Im April 1997 nimmt mit Susanne Wiegmann (Geschäftsführerin) und Bernd Fechler (Bildungsreferent) das erste Mitarbeiterteam seine Arbeit auf. Im April und Mai finden die ersten Ausbildungsseminare für junge "Begleiter_innen" statt, die sie darauf vorbereiten, Gruppen durch die Ausstellung zu führen.

Mit einem großen Sommerfest und mehr als 300 Gästen wird am 15. Juni 1997 die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank feierlich eröffnet. Von nun an nimmt die "JBS" einen festen Platz im öffentlichen Leben Frankfurts ein und leistet neben ihrer Ausstellungsarbeit mit Zahlreichen Veranstaltungen und Projekten einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben der Stadt. In den kommenden Jahren Folgt der Aufbau weiterer Arbeitsbereiche wie "Mediation und Konfliktmanagement" sowie regelmäßig stattfindende Zeitzeugengespräche zwischen überlebenden des Nationalsozialismus und Jugendlichen.

2003 wird die neue, multimediale Ausstellung "Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland" eröffnet, die gemeinsam mit dem Anne Frank Haus (Amsterdam) und dem Anne Frank Zentrum (Berlin) entwickelt und produziert wurde.

Seit dieser Zeit haben sich zahlreiche Besucher_innen in der Ausstellung informiert und an hunderten Projekten und Projekttagen in und außerhalb der Jugendbegegnungsstätte teilgenommen.

Im Jahr 2006 führt die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain und der Heinrich Böll Stiftung die Tagung "Aktiv gegen die rechte Gefahr. Zivilgesellschaftliche Strategien gegen die extreme Rechte in Hessen" durch. Diese Tagung führt zu einem öffentlichen Brief, in dem die Jugendbegegnungsstätte gemeinsam mit anderen hessischen Institutionen die hessische Landesregierung dazu aufforderte Initiativen und Projekte gegen Rechtsextremismus zu fördern.