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Einladung zur Vernissage und Ausstellungsprogramm

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Unterstützt von:

 

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Kunstwettbewerb 2016: flucht.punkt

Im dritten Jahr unseres Junstwettbewerbs mit Unterstützung von William Blair & Company ging es um die Rechte von Geflüchteten, um die Themen Flucht und Asyl.
Mehr als 500 junge Künstler*innen aus ganz Deutschland haben ihre Ideen auf Plakate gebracht und mit knackigen Slogans gezeigt, was sie am Jetzt stört und was sie sich für die Zukunft wünschen. Die Rechte von Geflüchteten stehen dabei im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzungen.

Zu gewinnen gab es neben einem Macbook Pro auch Reisen nach Amsterdam und Ausflüge in Freizeitparks, außerdem wird eine Auswahl der besten Einsendungen als Sonderausstellung in der Bildungsstätte Anne Frank gezeigt. 

Details zur Ausschreibung

Gewinnerin des Sonderpreises

Anna-Sophie Böschek (24) aus dem Allgäu hat mit ihrem Plakat "Ich packe meinen Koffer..." den Sonderpreis gewonnen.

"Flüchtlinge haben Rechte. Und dazu gehören auch die allgemeinen Menschenrechte. Diese Menschen packen in ihre 'Koffer' keine Sonnencreme, keinen Bikini...sie packen ihr gesamtes Leben ein, all die Rechte die ihnen zustehen sollten, mit der Hoffnung sie an einem neuen Ort endlich auspacken zu dürfen.

Kimberly Hestermann (21) aus Erlensee:

"Deutschland ist ein sehr reiches Land, reich an Sicherheit und Versorgung. Mit meinem Plakat möchte ich verdeutlichen, dass wir genug Platz haben Menschen aufzunehmen die sich in ihrem eigenem Land nicht mehr sicher fühlen.
Daraus kann man eine ganze Serie von Plakaten gestalten. Denn es ist auch genug Geborgenheit, Nahrung und Wasser vorhanden. Ich möchte mit meinem Plakaten die Menschen zum teilen auffordern."

Svenja Rogotzki und Marla Kopp aus Frankfurt über ihre Plakatreihe "Handyträume": 

"In den Medien wird oft von dem  'Flüchtlingsstrom' oder der 'Flüchtlingswelle' gesprochen, als ob Menschen auf der Flucht eine anonyme und auch bedrohliche Masse sind, die auf Deutschland zurollt. Wir wollen mit der Plakatreihe etwas anderes aussagen.  Wir möchten zeigen, dass Menschen auf der Flucht in erster Linie eines sind: Menschen."

Anna Eiser: 

"Die EU schottet ihre Außengrenzen gegen Flüchtlinge ab. Und das, obwohl seit dem Jahr 2000 mehr als 35.000 Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Elend umgekommen sind. Gleichzeitig gelten für die 'Fluchtwege' in Gebäuden sehr strenge Auflagen, hier wird also die Dringlichkeit eines offenen Fluchtweges erkannt. Mein Plakat soll zeigen, dass wir auch für Verfolgte und Geflüchtete offene Türen brauchen!"

Ragnar Sieradzinski (19), Bo Gerlach (20), Carlos Marcel Perdomo Cabrera (19) aus Kiel:

"Das eint uns alle: Wir sind die Menschen. Die Bewohner der Erde. Symbolisiert in einem weltweiten Reisepass für die Menschen, die in ihrer Heimat nicht mehr länger bleiben können. Für die, die Hilfe brauchen. Für die, die zu uns gehören. Für die, an deren Stelle wir morgen stehen könnten. "

Debora Meyer: 

"Wir werden von den Medien überflutet mit Flüchtlingsthemen und sind übersättigt von Bildern, die uns gar nicht mehr schockieren. Die Reduktion auf den Text erzeugt Bilder, die wir sowieso aus den Medien kennen: Googelt man den Satz 'Ein Junge liegt am Strand', erscheint das Foto vom dreijährigen Aylan Kurdi, der auf der Flucht über das Mittelmeer ertrank und das dadurch zu trauriger Berühmtheit gelangte. Das Plakat gibt dem Betrachter eine Pause von der Überreizung durch die Medien und ermöglicht es ihm, eigene Fragen zu stellen."

Felix Baumgärtner (20) und Alexandra Pregler (18) aus der Oberpflaz:

"Die Plakate zeigen Bilder von Geflüchteten aus erster Hand und es wird eine (rhetorische) Frage gestellt, wodurch Emotionen entstehen. Es wird Hoffnung und doch Angst um die eigene Existenz gezeigt. Dadurch kann man sich besser in die Geflüchteten hineinversetzen und eine Meinung zu dem Thema aufbauen."

Die Jury

Die Entscheidung trifft eine unabhängige Fachjury:

Günter Burkhardt (Frankfurt/M), Geschäftsführer von Pro Asyl
Parastou Forouhar (Offenbach), Künstlerin
Aylin Kortel (Frankfurt), Bildungsstätte Anne Frank
André Leipold (Berlin), Chefdramaturg des Zentrums für Politische Schönheit
Philipp Mohr (Frankfurt), William Blair & Company
Rex Osa (Stuttgart), Flüchtlingsberater und Aktivist
Célia Sasic (Lahnstein), ehm. Profi-Fußballspielerin