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Tagungsflyer

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Tom Uhlig

069 56 000 247
tuhlig@bs-anne-frank.de

Förderer

Das Gegenteil von gut - Antisemitismus in der Linken

Im Fokus der Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller und wirtschaftlicher Waren aus Israel.

Was bedeutet die Geschichte des antisemitischen Ressentiments für das Heute?
Wie haben sich Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen bildungspolitisch zu begegnen?

Im Rahmen des vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" (Bundesfamilienministerium) geförderten und vom Land Hessen mitfinanzierten Projekts wird unter anderem eine Ausstellung entwickelt, die 2019 in Frankfurt eröffnet wird.

Tagung

Das Gegenteil von gut - Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968

Frankfurt am Main, Freitag 25. und Samstag 26. Mai 2018
Tagungsort Historisches Museum Frankfurt

Einladung zur kritischen Selbstreflexion in Zeiten von zunehmendem Antisemitismus Antisemitismus ist eine Denkform, in welche auch die politische Linke historisch wie aktuell immer wieder zurückzufallen droht. Mit der Tagung soll den Ausdrucksformen und der psychischen Attraktivität von Antisemitismus in der politischen Linken nachgespürt werden. Im Fokus der solidarischen Kritik stehen die historischen Kontinuitäten, die von 1968 über den Häuserkampf und Blockupy bis in die Gegenwart reichen.

Es soll für eine gerechtere Welt gestritten werden, attackiert werden dann aber über Umwege immer wieder Jüdinnen und Juden. Wo es den Einzelnen schwerfällt, die Abstraktheit von Gesellschaft auszuhalten, da bietet sich dem antisemitischen Ressentiment ein Einfallstor. Die politische Linke bildet da keine Ausnahme, wobei ihr die besondere Tragik innewohnt, genau die Begriffe und Theorien bereitgestellt zu haben, Antisemitismus als Ideologie zu entlarven.

Was sind die Ursachen dafür, dass trotzdem auf antisemitische Stereotype und Argumentationsweisen zurückgegriffen wird? Und wie helfen uns kritische Theorien und Begriffe weiter, um linke antisemitismuskritische Perspektiven zu entwickeln und zu stärken?

Vorläufiges Programm

 

Freitag, 25. Mai

15.30-16.00 Uhr Ankunft

16.00 – 16.15 Uhr Begrüßung und Eröffnung

16.15 – 17.00 Uhr Das Gegenteil von gut -Projektvorstellung und kurzer historischer Rückblick Tom David Uhlig, Katharina Rhein

17.00 – 18.30 Uhr Keynote: Die Linke und der Antisemitismus Volker Beck, Kommentar [N.N.]

18.30 – 20.00 Uhr Pause

20.00 Uhr Humor als Mittel der Selbstkritik Leo Fischer, N.N.

 

Samstag, 26. Mai

10.00-10.30 Uhr Begrüßung und Einstieg Benedikt Burkard

10.30 – 12.00 Uhr Podiumsdiskussion: Linke politische Sozialisation Micha Brumlik, Elke Wittich, Meron Mendel, Moderation: Esther Schapira

12.00 -13.00 Uhr Mittagspause

13.00 - 16.00 Uhr WORKSHOP-PHASE: Antisemitismus in linken Politikfeldern

1. Vom "Geldsystem" zur "Zinskritik" bis zu "Heuschrecken". Antisemitismus und personalisierende Kapitalismuskritik Daniel Keil

2. "Wie die Wolke das Gewitter". Antiimperialismus und Antizionismus in der deutschen Linken Tom David Uhlig

3. Antisemitismus und Geschlecht Eva Berendsen & Janos Erkens

4. Antirassismus und Antisemitismus Floris Biskamp & Saba-Nur Cheema

5. Zwischen Aufarbeitung und geschichtslosem Internationalismus. Zum Umgang der deutschen Linken mit der NS-Zeit Katharina Rhein

16.00 – 16.30 Uhr Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr Podiumsdiskussion: Umgang mit Antisemitismus in der Linken. Probleme – Strategien – Anregungen Jutta Ditfurth, Sabena Donath, N.N., Moderation: Klaus Holz

Bitte melden Sie sich bis zum 11. Mai 2018 mit Angabe des gewünschten Workshops an:

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