Startseite > Projekte > Antisemitismus in der Linken

Ansprechpartner

Tom Uhlig

069 56 000 247
tuhlig@bs-anne-frank.de

Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut"

Öffnungszeiten

27. März bis 27. September 2019

Montag bis Freitag
, 14 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag, 12 bis 18 Uhr


Zum Flyer

4 Gründe, warum BDS antisemitisch ist

Die Boycott, Divestment, Sanctions-Bewegung ruft weltweit zum Boykott israelischer Waren, Produkte und Dienstleistungen auf.
Die Broschüre erklärt, warum die Kampagne im Kern antisemitisch ist.

 

 

Förderer

Das Gegenteil von gut - Antisemitismus in der Linken

Sonderausstellung zu Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968

Kraken-Symbolik bei Massenprotesten, Boykottaufrufe gegen Israel und der Streit ums Palituch – die Geschichte der politischen Linken in der Bundesrepublik ist immer wieder auch von Momenten gekennzeichnet, in denen antisemitische Stereotype in Umlauf gebracht und ignoriert wurden oder die Szene tief spalteten. Momente, in denen linkspolitische Anliegen hinter ihre eigenen emanzipatorischen Ansprüche zurückfallen, Widersprüche in Theorie und Praxis sind Gegenstand dieser Ausstellung.

Frankfurt war und ist dabei immer wieder Austragungsort solcher Auseinandersetzungen: Wir blicken auf den Häuserkampf der frühen Siebziger, die geplante Aufführung des Fassbinder-Stücks "Der Müll, die Stadt und der Tod" und die jüngsten Blockupy-Proteste. 1968 bildet den Ausgangspunkt, weil in diesem Jahr die Stimmung zu kippen scheint: Eine vormals eher israelsolidarische Haltung der Linken mündete in den Antizionismus.

Dabei folgt die Ausstellung einer Topographie von Räumen, in denen linkspolitische Kritik geübt wurde: an der Trinkhalle, an der Universität, im Supermarkt, in der Wohnung, auf der Bühne und auf der Straße zeichnet sie die Traditionslinien antisemitischer Argumentationsformen nach. Auch – nicht nur in Frankfurt.

Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm laden dazu ein, zu ergründen, wann das Gutgemeinte das Gegenteil von gut ist.

Vermittlungsangebote

Vorträge

zu Geschichte und aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus, insbesondere in der politischen Linken

Workshops

für Jugendliche und junge Erwachsene / Schulklassen und (selbstorganisierte) Jugendgruppen

Fortbildungen

für Lehrkräfte / pädagogische Fachkräfte zum Thema (halbtägig oder ganztägig)

Führungen

durch die Ausstellung, z.B. für Gewerkschaftler*innen, Lehrer*innen oder linkspolitische Gruppen

Programm

27. März 2019,  19 Uhr

Vernissage

Begrüßung: Thomas Heppener (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank), Sabine Andresen (Goethe-Universität Frankfurt) und Jan Gerchow (Historisches Museum)

Einführung in die Ausstellung: Tom Uhlig und Eva Berendsen

11. April 2019, 19 Uhr

Der Nahostkonflikt wird im Plenum gelöst.

Israel und Antisemitismus als Streitfrage der deutschen Linken

Mit: Meron Mendel (Direktor der Bildungsstätte Anne Frank), Daniel Bax (Mediendienst Integration, ehem. taz – die tageszeitung), Nissar Gardi (Arbeit und Leben, Hamburg) und Darja Klingenberg (academic activist, Frankfurt)

Moderation: Hanning Voigts (Frankfurter Rundschau)

2. Mai 2019, 19 Uhr

Links, zwo, drei, vier.

Chancen und Gefahren linker Sammlungsbewegungen

Mit: Ismail Küpeli (Politikwissenschaftler), Norma Tiedemann (Universität Kassel) und Sebastian Winter (Universität Hannover)
Moderation: Hadija Haruna-Oelker
Zum Flyer

16. Mai 2019, 19 Uhr

Frankfurt liest ein Buch: Die zwei Seiten des Westends.

Über die Geschichte eines Viertels zwischen Synagoge und IG-Farben Haus

Mit: Dalia Moneta und Jutta Zwilling
Musik: Claude Frochaux (Cello)


18. Mai 2019, 20 Uhr

Heimat.

Eine Besichtigung des Grauens

Ein Anti-Heimatabend von und mit Thomas Ebermann und Thorsten Mense
In Kooperation mit ÖkoLinX


23. Mai 2019, 19 Uhr

Campus Kriege.

Falsche Freunde und Bündnispolitiken im akademischen Betrieb

Mit: Astrid Messerschmidt, Uta Ruppert, N.N.

25. September 2019, 19 Uhr

Finissage

Mit: Leo Fischer und Sophia Süßmilch

 

Alle Veranstaltungen finden in der Bildungsstätte Anne Frank statt. Der Eintritt ist frei.