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Zwischen rechter Instrumentalisierung und linkem Schweigen – können wir keine Islamismus-Kritik? Mit Saba-Nur Cheema und Kevin Kühnert. Moderation: Hadija Haruna-Oelker (Hessischer Rundfunk).

Die politische Linke schweigt zu islamistischer Gewalt – in Reaktion auf islamistische Terror-Anschläge in Frankreich und Österreich wurde dieser Vorwurf Ende 2020 u.a. vom damaligen Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert vorgetragen. Aber schweigt „die Linke“ tatsächlich? Oder wird die Islamismus-Kritik, die von Muslim*innen aus linken Milieus geäußert wird, hierzulande überhört – weil wer links ist und muslimisch im Diskurs zu allererst auf letzteres reduziert wird? Und inwiefern ist die Verurteilung ideologisch motivierter Gewaltverbrechen und Solidarität mit ihren Opfern überhaupt eine Frage der politischen Positionierung?

Fakt ist: die extreme Rechte instrumentalisiert die Opfer islamistischer Gewalt für ihre Zwecke, um ihre migrationsfeindliche und (anti-muslimisch-) rassistische Agenda voranzutreiben. Was lässt sich dem von links entgegensetzen, ohne über das Stöckchen der Rechten zu springen? Wie könnte, sollte, müsste eine (linke) Kritik islamistischer Ideologie und Gewalt formuliert sein, die nicht rassistisch ist – und wie geht sie einher mit dem Einsatz gegen rechten Terror in einem Land, das letzteren jahrzehntelang als Problem verharmlost hat?

Kevin Kühnert ist stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD und war bis Januar 2021 Bundesvorsitzender der Jusos. In einem Gastbeitrag für den Spiegel kritisierte er im Oktober 2020 nach der Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty, die politische Linke positioniere sich nicht lautstark genug gegen Islamismus.

Saba-Nur Cheema ist pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank. Im September 2020 wurde die Politikwissenschaftlerin in den Unabhängigen Expert*innenkreis Muslimfeindlichkeit berufen.

Die Streitbar in voller Länge finden Sie auf unserem Youtube-Kanal