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Di

19 Uhr

Bildungsstätte Anne Frank,
Hansaallee 150,
Frankfurt am Main

Einlass: 18:30
Der Eintritt ist frei.
Wir bitten um Voranmeldung bis 28.4. an events-at-bs-anne-frank.de

Grußwort: Meron Mendel, Direktor Bildungsstätte Anne Frank

Moderation: Nathalie Friedlender, Leitung Politische Bildung, Bildungsstätte Anne Frank

Sarah Levy wandert 2019 nach Israel aus. Sie lernt ein Land kennen, in dem ihre komplexe jüdische Identität mehr Raum hat als in Deutschland – aber auch ein Land, dessen gesellschaftliches und politisches Mosaik an seiner eigenen Vielfalt zu zerbrechen droht. Ein Land, das ständig darum kämpft, wie religiös es ist und wie säkular, wie liberal und wie traditionell, wie tolerant und wie extrem. 2021 erlebt sie den Krieg gegen Gaza – die Raketen der Hamas über Tel Aviv, aber auch die Unruhen zwischen palästinensischen und jüdischen Israelis vor ihrer Haustür in Yafo.

Erkenntnisse und Erlebnisse, die sich heute anfühlen wie eine Vorbereitung auf den 7. Oktober 2023 – den Sarah Levy in Israel miterlebt. Eine Woche nach Kriegsbeginn flieht sie mit ihrer kleinen Familie nach Deutschland, ihre Heimat, nur um zu erkennen, dass sie dem Konflikt in Israel und Palästina dort nicht entkommen kann. Nach einem Monat zwischen der Furcht deutscher Juden, anti-israelischer Stimmung und verstörender Kriegsberichterstattung entscheidet sie, trotz Raketen und anhaltendem Kireg zurückzukehren nach Israel. Dort erlebt sie seitdem ein traumatisiertes Volk, das um seine Geiseln bangt, das täglich Abschied nimmt von seinen gefallenen Soldaten – und das immer weniger bereit ist, die palästinensische Seite als menschlich zu betrachten.

Über die Autorin:

Sarah Levy, 38, lebt als Autorin und freie Journalistin in der Nähe von Tel Aviv. Seit 2018 koordiniert sie stopantisemitismus.de, eine Website, die über Antisemitismus im Alltag aufklärt und Hilfestellung bietet. 2022 erschien ihr erstes Buch "Fünf Wörter für Sehnsucht. Von einer Reise nach Israel und zu mir selbst" (rowohlt). Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Buch „Kein anderes Land“ über den 7. Oktober und seine Folgen. Es wird 2025 im rowohlt-Verlag erscheinen.