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Mi

13 Uhr

digital, via Zoom 

Uhrzeit: 13:00 bis 17:00 Uhr

Der Workshop ist bereits ausgebucht! 
Die Warteliste ist geschlossen. 

Der Workshop findet auf deutscher Lautsprache als Zoom-Meeting statt. Um Hinweise für eine barrierefreie Teilnahme wird bei der Anmeldung gebeten.

Zielgruppe: Mitarbeitende in Kunst- und Kulturbetrieben, selbstständig tätige Künstler*innen, Berater*innen oder Aktivist*innen

Maximale Teilnehmendenzahl: 30 Personen

Die Teilnahme ist kostenfrei und nur möglich, wenn Sie am gesamten Workshop teilnehmen.


Mit Impulsvorträgen aus der Arbeitspraxis von Golschan Ahmad Haschemi, Carolin Alff und Josephine Apraku.

Workshop-Leitung: Deborah Krieg und Sarah Wiederhold, Bildungsstätte Anne Frank

Immer mehr Kunst- und Kulturbetriebe möchten diversitätssensibel und diskriminierungskritisch arbeiten. Zur Reflexion der eigenen künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit und der Kommunikation mit Besuchenden werden daher verstärkt externe Beratende hinzugezogen, um zum Beispiel als „Critical Friends“ ihre diskriminierungskritische Expertise bei der Sichtung von Stücken oder Ausstellungskonzepten zu teilen. Dies kann im Idealfall Arbeitsstrukturen und Narrative nachhaltig verändern, aber auch zu Frustration und Verletzungen führen. In unserem Workshop beschäftigen wir uns u.a. daher mit den Fragen:

- Welche Arbeitsweisen tragen zu wirkungsvollen Prozessen in der projektbezogenen Zusammenarbeit bei?

- Welcher Umgang mit diskriminierungskritischem Feedback und den Personen, die dieses geben, ist konstruktiv und vermeidet z.B. Tokenism?

-  Was ist bei der Einladung von „Critical Friends“ zu bedenken?

- Welche gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen machen „Critical Friends“ in rassismus- und antisemitismuskritischen Fragen überhaupt notwendig?

Golschan Ahmad Haschemi, Carolin Alff und Josephine Apraku eröffnen mit drei Impulsen aus der Arbeitspraxis den Workshop als Reflexions- und Austauschraum zu Motivationen, Herausforderungen und Gelingensbedingungen bei der Zusammenarbeit zwischen externen Expert*innen und Mitarbeitenden aus Theatern- und Museen in der diskriminierungskritischen, künstlerischen Programmgestaltung.

Der Workshop richtet sich an Personen, die bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit externen Beratenden zu diskriminierungskritischem Arbeiten in künstlerischen Prozessen haben sowie an diejenigen, die dies beabsichtigen und vorab ihre Motivationen und Möglichkeiten reflektieren möchten. Menschen, die selbst als Beratende oder Critical Friends im Bereich Theater, Museum oder Musikveranstaltungen tätig sind, sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Über die Referent*innen:

Golschan Ahmad Haschemi
ist Kulturwissenschaftlerin, Performerin und Dozentin. Sie arbeitet an Schnittstellen künstlerischer, politischer und wissenschaftlicher Theorie und Praxis. Ihr Fokus liegt auf Theater und Performance als Instrument zur Untersuchung von und Ausdrucksmittel für Diskurse um intersektionalen Queerfeminismus, Rassismus- und Antisemitismuskritik sowie Empowerment. Sie schreibt, performt und forscht zu hegemonialen und counter-hegemonialen Praxen.

Josephine Apraku ist Afrikawissenschaftler*in, Autor*in und Antirassismus-Trainer*in. Als Kolumnist*in hat Josephine u.a. für EDITION F, das Missy Magazine und den Tagesspiegel geschrieben. 2022 erschien „Kluft und Liebe“ (Eden Books); darin untersucht Josephine Apraku Unterdrückung in Liebesbeziehungen. „Mein Workbook zu Rassismus“ und das interaktive Karten-Set „Lasst uns über Rassismus reden!“ (2023, Familiar Faces) laden Menschen mit Rassismuserfahrung und weiße Menschen zur Selbstreflexion ein.

Carolin Alff ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Europäischen Hansemuseum in Lübeck. Sie war Kuratorin des Projekts „Schlösser Preußen Kolonial“ in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Carolin Alff ist Kunsthistorikerin und promoviert zum Thema „Repräsentation und Realität: die Afrikabilder in Nürnberg und Augsburg im 16. Jahrhundert“.

Der Workshop findet im Rahmen des Programms „(K)ein Kunststück – Diversität im Kulturbetrieb fördern“ statt und richtet sich an individuelle Mitarbeitende und Selbstständige aus dem Kunst- und Kulturbetrieb, die nicht bereits mit ihren Institutionen am Projekt teilnehmen.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.