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19 Uhr

Digital via Zoom

Das Nationaltheater Mannheim erinnert in zwei Veranstaltung an das das rassistische Attentat von Hanau und stellt dabei die Frage, wie wir gemeinsam gegen Rassismus und Antisemitismus kämpfen können. Die erste Veranstaltung findet am 15. Februar 2022, um 19:00 Uhr, statt und ist ein Podiumsgespräch, dass unter dem Motto „Nach Halle, nach Hanau: Verbünden!“ steht. Es diskutieren Saba-Nur Cheema, Prof. Dr. Meron Mendel und Dr. Max Czollek. Die Veranstaltung findet digital via Zoom statt.

Den Link zur Teilnahme via Zoom finden Sie auf der Webseite des Nationaltheaters Mannheim.

Am 19. Februar 2020 wurden in der hessischen Großstadt Hanau neun Personen durch einen rechtsterroristischen, rassistischen und antiziganistischen Anschlag ermordet und sechs weitere Menschen verletzt. Abgespielt hat sich das Attentat mitten in der Stadt, in und vor einer Shisha-Bar, in einem Kiosk, sowie in einer weiteren Bar. Der rassistische Anschlag richtete sich dezidiert gegen Menschen mit Migrationsbiografie und steht in einer langen Kette rechtsradikal motivierter Gewalttaten in Deutschland, die nach dem Wendejahr 1990 unter anderem in Halle, Kassel, München, Mölln, Solingen und Rostock-Lichtenhagen verübt wurden.

Seit dem Anschlag vom 19. Februar 2020 ist in Deutschland Rassismus als strukturelles Problem vermehrt in den öffentlichen Fokus gerückt. Dennoch sind bis heute viele Umstände des Anschlags von Hanau und der nachfolgenden Ermittlungen ungeklärt. Hinterbliebene, Betroffene und Aktivist*innen fordern auch zwei Jahre später eine lückenlose Aufklärung, politische Konsequenzen und die fortdauernde Erinnerung an die rassistische Tat und ihre Opfer durch die Zivilgesellschaft.

Diesem Anliegen folgend erinnern wie bereits im vergangenen Jahr das Nationaltheater Mannheim und die Muslimische Akademie Heidelberg i. G. gemeinsam mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, dem Kompetenznetz Plurales Heidelberg, dem Kulturhaus Karlstorbahnhof, dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie dem Bündnis Erinnern.Verändern. mit zwei Veranstaltungen unter dem gemeinsamen Übertitel "Zwei Jahre und ein paar Tage" an den Hanau-Anschlag vom 19. Februar 2020.

Teil 1: Nach Halle, nach Hanau: Verbünden!

Der 19. Februar 2020 markiert für viele Menschen in Deutschland einen neuen Höhepunkt in der bundesdeutschen Geschichte rassistischer Gewalt.

Keine viereinhalb Monate zuvor hatte ein rechtsextremer Täter versucht, in die Synagoge von Halle einzudringen, um die dort zu Jom Kippur– versammelten Gläubigen zu ermorden. Während ihm dieser versuchte Massenmord nicht gelang, erschoss er eine Passantin und einen Gast eines Döner-Imbisses auf offener Straße.

Beide Täter, in Halle und in Hanau, waren von rechtsextremen Ideologien überzeugt, in denen sich verschwörungstheoretisches, antisemitisches und rassistisches Gedankengut vermengten. Sie schrieben ihren Opfern pauschal ein »Anderssein« zu.

Im Zuge der Corona-Pandemie haben Verschwörungstheorien, die antisemitisch und  rassistisch geprägt sind, weiteren Zulauf erhalten. Und anlässlich der erneuten und gewaltvollen Zuspitzung des israelisch-palästinensischen Konflikts wurden im vergangenen Sommer hierzulande einige Stimmen laut, die Antisemitismus pauschal muslimisch und migrantisch geprägten Gruppen zuschrieben.

Vor diesem Hintergrund benötigt der gesellschaftliche Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus mehr denn je unsere ungeteilte Aufmerksamkeit sowie neue und starke Bündnisse. Wie kann ein solches Verbünden aussehen? Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede zwischen Antisemitismus und Rassismus sollten dabei berücksichtigt werden? Wie kämpfen, wie erinnern wir gemeinsam, ohne notwendige Differenzierungen auszublenden?

Darüber diskutieren: Saba-Nur Cheema & Meron Mendel unter Moderation von Max Czollek

#Attentat von Hanau

#Rassismus