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Sonderausstellung "Selektion von Entebbe?"

Vor 40 Jahren wurde ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris von palästinensischen und deutschen Terrorist*innen der Revolutionären Zellen auf den Flughafen Entebbe entführt. Die Frage, ob dabei eine Selektion jüdischer und nicht-jüdischer Geiseln stattgefunden hat, ist bis heute umstritten und wirft Fragen zum problematischen Verhältnis der deutschen Linken zum Staat Israel und zu Antisemitismus in der Szene auf.

Mit diesen Fragen hat sich eine Gruppe von Studierenden der Geschichtswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt beschäftigt und daraus eine Ausstellung konzipiert, die im Herbst 2016 in der Bildungsstätte zu sehen ist.

Das Rahmenprogramm der Ausstellung greift die offenen Fragen und Leerstellen des Ereignisses auf und thematisiert die ideologischen Widersprüche eines spezifisch deutschen linken Selbstverständnisses.

Begleitprogramm

Mittwoch, 21. September 2016, 19 Uhr

Vernissage: Wie, Was, Warum "Entebbe"?


Vorstellung der Ausstellung durch die studentischen Kurator*innen

Im Gespräch:
Dr. Freia Anders (Historisches Seminar, Universität Mainz)
Dr. Meron Mendel (Direktor der Bildungsstätte Anne Frank)

Wie wird das Ereignis in Israel bzw. Deutschland bewertet? Welche Debatten hat es in der deutschen Linken angestoßen, welche Spaltungen produziert? Welche Schlüsse ergeben sich für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit heute?


Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19 Uhr

Was gesagt werden muss? Podiumsdiskussion: Antisemitismus im Reden über Israel


Podium mit:
Dr. habil. Klaus Holz, Antisemitismusforscher
Merle Stöver, feministische Bloggerin
Dr. Georg Hafner, Journalist und Buchautor 

Welche (Sprach-)Bilder, Motivationen und Wahrheitsansprüche artikulieren sich in verschiedenen Teilen der deutschen Öffentlichkeit, wenn über Israel gesprochen wird? Wie können neue Formen von Antisemitismus benannt werden? Welche Reaktionen und Reflexe zeigen sich, wenn das jemand tut?


Freitag, 11. November 2016, 10 bis 16 Uhr

Legitime Israelkritik oder Antisemitismus? Fortbildung zum Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus
- Ausgebucht -


Häufig äußern sich antisemitische Konstruktionen, Deutungsmuster und Verschwörungstheorien in Debatten über den Nahostkonflikt. In der Fortbildung analysieren wir Beispiele aus deutschen Medien, reflektieren Praxiserfahrungen und überlegen, wie mit israelbezogenem Antisemitismus umzugehen ist.

Die Fortbildung ist leider ausgebucht.


Mittwoch, 30. November 2016, 19 Uhr

Von Frankfurt nach Entebbe Vortrag von Dr. Wolfgang Kraushaar


In einer Auseinandersetzung mit den Kategorien Selektion, Antisemitismus und Antizionismus sucht der Hamburger Politikwissenschaftler den Tabubruch von Entebbe präziser zu fassen und im Komplex der damaligen Vorgänge angemessen zu entschlüsseln. Dabei zeigt er auch die Verknüpfungen zwischen der linken Szene in Frankfurt und den Geschehnissen in Entebbe auf.


Montag, 30. Januar 2017, 19 Uhr

Israel und die Partei Die Linke
Gespräch mit Dr. Gregor Gysi, MdB


In der Partei Die Linke spiegeln sich die unterschiedlichen Positionen vieler Teile der Linken in der Bundesrepublik wider. Das betrifft auch das Thema Israel: Während Teile der Partei vor allem ihre Solidarität mit den Palästinenser*innen bekunden, vertreten andere Parteikreise eine dezidierte Solidarität mit Israel. Im Gespräch mit Dr. Gregor Gysi geht es um den Umgang mit internen Konflikten und das Ausloten von Haltungsfragen.