Startseite > Projekte > Tagungsreihe Blickwinkel

Programm

Das Programm der 7. Blickwinkel-Tagung finden Sie im Flyer.

Eindrücke der Blickwinkeltagung 2016

Weitere Informationen

Bildungsstätte Anne Frank

Ricarda Wawra (Veranstaltungsmanagement)

Tel.: 069/56 000 233

E-Mail: rwawra@bs-anne-frank.de

Rückblick

7. Tagung - Kassel 2016
Kommunikation: Latenzen - Projektionen - Handlungsfelder

6. Tagung - Kassel 2015
Religion: Diskurse - Reflektionen - Bildungsansätze

5. Tagung - Jena 2014
Antisemitismus und Rassismus -  Verflechtungen?


4. Tagung - Nürnberg 2013 

Kontext Nahostkonflikt

 

3. Tagung - Köln 2012 
Bildungszugang Gender 

 

2. Tagung - Frankfurt 2012 
Bildungskontext Alltagskultur

 

1. Tagung - Berlin 2011 
Bildungsraum Lebenswelt

Kommunikation: Latenzen – Projektionen – Handlungsfelder

7. Tagung:

Kommunikation: Latenzen - Projektionen - Handlungsfelder

Kassel, 9. und 10. Juni 2016


Die Ablehnung des Antisemitismus ist Staatsraison der Bundesrepublik Deutschland. Auch deshalb werden antisemitische Ressentiments und Vorurteile selten offen geäußert. Das heißt allerdings nicht, dass der Antisemitismus überwunden ist – weder in medialen, politischen und pädagogischen noch in privaten Diskursen. Vielmehr artikuliert sich Antisemitismus heute häufig in einer Form, die in der Forschung mit dem Konzept der „Kommunikationslatenz“ beschrieben wird. „Gerüchte über Juden“ erscheinen als vorhandene, aber sozial unerwünschte Einstellungen und Meinungen, die in der Gesellschaft kommuniziert werden.

Dabei wird die Kommunikation im Netz, in Internetforen und im Social Web immer wichtiger. Im Jahr 2014 war laut jugendschutz.net vor dem Hintergrund der gewaltsamen Auseinandersetzungen im Nahen Osten eine Zunahme antisemitischer Posts in Sozialen Netzwerken festzustellen. Die Neuen Medien fordern von der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus Strategien: Die Kommunikation erfolgt schneller und häufig anonym, der Ton ist oft besonders aggressiv, verletzend und manchmal sogar bedrohlich.

Vor diesem Hintergrund möchten wir den Austausch von Wissenschaft und Praxis aktiv fördern: Wie äußert sich Antisemitismus in der Alltagskommunikation, in der Gesellschaft und in der Bildung? Wie können Wissenschaftler*innen und Pädagog*innen mit Kommunikationslatenz umgehen? Wie hat sich die Artikulation antisemitischer Stereotype und Weltbilder im digitalen Zeitalter verändert – und was kann man dagegen tun?

Die siebte Blickwinkel-Tagung widmet sich der Frage, wie Antisemitismus heute kommuniziert wird und setzt sich dabei auch mit dem Potential der „alten“ und „neuen“ Medien in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit auseinander.

Wir laden Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen, Akteure aus Stadtteilarbeit, Mediation und Beratung sowie Bildungsverantwortliche herzlich ein.

Tagungsreihe BLICKWINKEL

Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft


Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- sowie Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit.

Die „Blickwinkel“-Reihe beleuchtet aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente. Dazu ermöglichen die VeranstalterInnen einen verstetigten Austausch und Vernetzung für Wissenschaft und pädagogische Praxis. Die Reihe „Blickwinkel“ wurde 2011 initiiert und läuft bis 2016.