Workshop für Gruppen

Unser spezielles Angebot für Schulklassen und (Jugend-)Gruppen:

Im Workshop legen wir den Fokus auf die Opfer des NSU und ihre Angehörigen. 
Dauer: ca. 3 Stunden.
Kosten: 50 Euro

Anmeldung und Information bei Céline Wendelgass
069-56 000 233

Zum Programm-Flyer

In Kooperation mit

Gefördert von

Unterstützt von

Medienpartnerschaften

 

Verhandlungen über den NSU-Komplex

"Es sind noch zu viele Fragen offen..." *

Ausstellung und Veranstaltungen


in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

Vor zehn Jahren, am 6. April 2006, wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé in Kassel ermordet. Kurze Zeit später riefen Angehörige und Freund*innen zu einem Schweigemarsch auf. Unter dem Motto "Kein 10. Opfer" wiesen sie auch auf ein mögliches rassistisches Motiv der Mordserie hin, zu der sich später eine Neonazi-Gruppe namens "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) bekannte. Zu jenem Zeitpunkt ermittelte die Polizei noch in Richtung organisiertes Verbrechen im "migrantischen Milieu". Die Medien übernahmen diese Sicht.

Heute wissen wir, dass die Angehörigen Recht behielten. Darüber hinaus gibt es mehr Fragen als Antworten. Und Antworten, die neue Fragen aufwerfen.

"Es sind noch zu viele Fragen offen…" – eine Ausstellung über den Umgang mit dem Verdrängen und Vertuschen, Schreddern und Schweigen. Ein Raum zur Erinnerung an die Opfer. Mit Lücken und Leerstellen. Eine Einladung zu aktuellen Ermittlungen über rechte und rassistische Gewalt in Deutschland.

* Gamze Kubasik, Tochter des achten Mordopfers, Mehmet Kubasik, zitiert nach SZ-Magazin 10/2013

 

Ausstellungsteile 

  • "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" des Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e.V.

  • Interviews der Mediengruppe "spot the silence"

  • Dokumenationen von NSU Watch Hessen

  • "BlackBox" von Olcay Acet

Programm

6. April, 20 Uhr – „Halitstraße!“

Vernissage in Gedenken an Halit Yozgat

11. April, 19 Uhr – Der NSU-Komplex in Hessen: Stand und Perspektiven der Aufarbeitung

Podium mit:
Jürgen Frömmrich, NSU-Untersuchungsausschuss Hessen (Die Grünen)
Ayse Gülec, Initiative 6. April  
Oliver Günther, Rechercheteam hr-iNFO 
Alexander Kienzle, Anwalt der Familie Yozgat
Moderation: Pitt von Bebenburg (Frankfurter Rundschau)

23. April, 19 Uhr – "Germany unplugged" zur Frankfurter Nacht der Museen

„Frankfurt Babel unplugged“, Junges Schauspiel Frankfurt
Filmvorführung „Der Kuaför aus der Keupstraße“ (D/2016) 

29. April, 18 Uhr – Mölln 1992

Filmvorführung „Nach dem Brand“ und Gespräch mit Ibrahim Arslan, Überlebender des Brandanschlags

11. Mai, 10 bis 17 Uhr – Changing Perspectives

Fachtag: Aktuelle Herausforderungen in der Beratung für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt

Weitere Informationen und Anmeldung über response-hessen.de

13. Mai, 18 Uhr -  „Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen“

Was der NSU-Terror für die Angehörigen bedeutet: Szenische Lesung von Schüler*innen der Franz-Böhm-Schule. (Abschluss des Schulprojektes zum gleichnamigen Buch) 

20. Mai, 10 Uhr - NSU Watch!

Gemeinsamer Besuch einer öffentlichen Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses in Wiesbaden. Informationen und Anmeldung bis 06.05.2016: OFassing@bs-anne-frank.de

25. Mai, 19 Uhr - Schlüsse aus dem NSU? Zum Umgang mit alltäglichem und institutionellem Rassismus

Podium mit:

Prof. Dr. Juliane Karakayali (Evangelische Hochschule Berlin)
Kutlu Yurtseven (Initiative Keupstraße ist überall; Microphone Mafia)
Miriam Modalal (Beratungsstelle response.)
Dr. Derya Gür-Seker (Universität Duisburg-Essen)