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In Kooperation mit

Holocaust im Comic

Seit dem Erscheinen von Art Spiegelmanns Graphic Novel "Maus - mein Vater kotzt Geschichte" im Jahr 1989 sind Holocaust und Nationalsozialismus zunehmend auch Thema in Comics und Graphic Novels geworden.

Die Ausstellung zeigt schwerpunktmäßig zehn dieser Comics,  die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit Holocaust und Nationalsozialismus befassen, ohne dabei das Unsagbare, Singuläre zu vereinfachen und zu banalisieren. Zu sehen sind zehn Comics von verschiedenen Künstler*innen, die mit Originalen, Skizzen und Vorzeichnungen von Reinhard Kleist (»Der Boxer«) und Moritz Stetter (»Bonhoeffer«) ergänzt werden.

Neben einem methodischen Begleitheft und einem interaktiven Comicdisplay bietet "Holocaust im Comic" auch ein Veranstaltungsprogramm, das die Möglichkeiten von Comic und Graphic Novel in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust austariert.

 

Öffnungszeiten der Sonderausstellung "Holocaust im Comic"

Dienstag bis Freitag, 12.30 Uhr bis 17 Uhr
Sonntag, 12 bis 18 Uhr

Kuratoren-Führung (nach Voranmeldung) Sonntag, 19.03.2017, 15 Uhr

Begleitung für Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Absprache mit Oliver Fassing.

Begleitprogramm

Sonntag, 29.01.2017, 12 Uhr

Matinee zur Eröffnung
Holocaust im Comic: Kann das gut gehen?

Comiclesung und Gespräch mit der Zeichnerin Ulli Lust
Grußworte: Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin Stadt Frankfurt), Marc Grünbaum (Jüdische Gemeinde Frankfurt)

Ulli Lust liest aus ihrer Graphic Novel "Flughunde", die auf dem gleichnamigen Roman von Marcel Beyer basiert. Im Anschluss an die Lesung spricht die Zeichnerin mit dem Kurator Jakob Hoffmann über die Darstellung politischer Themen im Comic.

 

Montag, 06.02.2017, 10 bis 15 Uhr

Comics im Schulunterricht
Wie geht das und was geht damit?

Fortbildung für Lehrkräfte und Pädagog*innen, Veranstaltung mit Jakob Hoffmann

Wie kann man Comics didaktisch sinnvoll in den Unterricht einbauen, was braucht es an Vorwissen? Die Fortbildung gibt Hinweise dazu und erprobt den Umgang exemplarisch an ausgesuchten Comics. Die Fortbildung ist vom IQ Hessen akkreditiert und kostenfrei. 

Anmeldung bis zum 1. Februar bei ofassing@bs-anne-frank.de

 

Donnerstag, 09.02.2017, 19 Uhr

Hihi, Hitler
Nazis und Holocaust in der Populärkultur

Diskussion mit Leo Fischer (Satiriker, Autor, ehem. »Titanic«-Chefredakteur) und Adriana Altaras (Schauspielerin und Autorin)

Wer lacht über (oder mit) Hitler – und aus welchen Motiven? Wie kann Humor einen Beitrag zu Erinnerung und Aufarbeitung leisten? Und wann geht es um kalkulierte Provokation, Verharmlosung und Relativierung? 

 

Freitag, 24.02.2017, 19 Uhr

In die Realität:
Mit Graphic Journalism gegen das Vergessen

Comiclesung und Gespräch mit der US-amerikanischen Zeichnerin Sarah Glidden. Moderation: Patrick Bahners (F.A.Z.)

Patrick Bahners spricht mit Sarah Glidden über die spezifischen Möglichkeiten und Probleme des Comics als Reportage.

In englischer Sprache

 

Donnerstag, 09.03.2017, 19 Uhr

Mickey und der Golem.
Reflexionen des Holocaust im Comic

Vortrag und Gespräch mit Ole Frahm
(Autor, Künstler und Mitbegründer der Arbeitsstelle für Grafische Literatur an der Universität Hamburg)

Comics und Graphic Novels kritisieren oftmals die dominante visuelle Erinnerung an den Holocaust, die in Deutschland vor allem durch Fotografien der Nationalsozialisten geprägt ist. Die Veranstaltung fragt danach, wie im Comic Geschichten aus Betroffenenperspektive vermittelt, Erinnerungen transportiert, Erfahrungen und Biographien sichtbar gemacht werden - und wo es auch Momente des Empowerments gibt.