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Programm

Ansprechpartnerin

Bildungsstätte Anne Frank

Céline Wendelgaß (Veranstaltungsmanagement)

Tel.: 069/56 000 233

E-Mail: cwendelgass@bs-anne-frank.de

Tagungsberichte

7. Tagung - Kassel 2016
Kommunikation: Latenzen - Projektionen - Handlungsfelder

6. Tagung - Kassel 2015
Religion: Diskurse - Reflektionen - Bildungsansätze

5. Tagung - Jena 2014
Antisemitismus und Rassismus -  Verflechtungen?


4. Tagung - Nürnberg 2013 

Kontext Nahostkonflikt

 

3. Tagung - Köln 2012 
Bildungszugang Gender 

 

2. Tagung - Frankfurt 2012 
Bildungskontext Alltagskultur

 

1. Tagung - Berlin 2011 
Bildungsraum Lebenswelt

Blickwinkel-Tagung 2017

Rechtspopulismus und Judenfeindschaft Kontinuitäten - Brüche - Herausforderungen

Die Zunahme von Rechtspopulismus und Nationalchauvinismus in Deutschland, Europa und den USA stellt die antisemitismuskritische Bildungsarbeit vor neue Herausforderungen. Das lautstarke Wüten gegen eine imaginierte 'Überfremdung' des eigenen 'Volkes' durch MigrantInnen verdeckt das antisemitische Ressentiment, das sich über Umwege Ausdruck verleiht.
So ist in der Rede von der 'Lügenpresse' unschwer das Stereotyp jüdisch kontrollierter Medien zu erkennen, die 'Kritik der Zinsgeldknechtschaft' verweist auf das antisemitische Bild des jüdischen Wucherers und die Vorstellung, eine sinistre Fremdgruppe orchestriere die vermehrte Einwanderung von Flüchtlingen, schließt an das alte Phantasma an, die Juden würden den Nationalstaat untergraben.

Die Bilder, derer sich bedient wird, verraten ihre antisemitische Herkunft nicht offen, sondern gerieren sich als Sorge um einen wahrgenommenen Verlust 'völkischer und nationaler Selbstbestimmung' - eine Angst, die mit der Wahl Trumps zum 45. Präsidenten der USA international ihre Anerkennung zu finden droht.

Nicht selten wird dabei in vorauseilender Schuldabwehr die vermeintliche Nähe zu Jüdinnen und Juden bemüht, etwa in der Rückbesinnung auf ein 'jüdisch-christliches Abendland', die den historischen Antijudaismus ignoriert. Mit dieser Instrumentalisierung von Jüdinnen und Juden sollen einerseits Muslime und Muslimas exkludiert und andererseits - im Falle Deutschlands - der Schuldzusammenhang gelockert werden, der die herbeigesehnte Volksgemeinschaft mit dem Nationalsozialismus verbindet. Dessen Erbe scheint einer ungebrochenen nationalen Identität im Weg zu stehen.

Die achte Blickwinkel-Tagung widmet sich der Frage, wie antisemitismuskritische Bildung auf das Erstarken rechtpopulistischer Einstellungen in der "Mitte der Gesellschaft" reagieren kann.

Wir laden WissenschaftlerInnen, PädagogInnen, AkteurInnen aus Stadtteilarbeit, Mediation, Beratung und Bildungsarbeit herzlich ein.

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Die Tagungsreihe Blickwinkel

Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft


Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- sowie Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit.

Die „Blickwinkel“-Reihe beleuchtet aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente. Dazu ermöglichen die VeranstalterInnen einen verstetigten Austausch und Vernetzung für Wissenschaft und pädagogische Praxis. Die Reihe „Blickwinkel“ wurde 2011 initiiert und läuft bis 2018.

Rückschau: Blickwinkel 2011 bis 2013

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