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Ihre Ansprechpartnerinnen

 

Antisemitismus

Oliver Fassing
069 56 000 243
ofassing@bs-anne-frank-de 

 

Radikal(isierung)

Saba Nur Cheema
069 56 000 235
scheema@bs-anne-frank.de

 

Konflikte in der Migrationsgesellschaft

Nicole Broder
069 56 000 234 
nbroder@bs-anne-frank.de

 

 

Unser Beratungsangebot für pädagogische Fachkräfte

Lehrer*innen und (pädagogische) Fachkräfte sind in ihrem Berufsalltag immer stärker gefordert auf rassistische, antisemitische und diskriminierende Äußerungen, Handlungen oder Haltungen zu reagieren. Oft entstehen akute, manchmal sogar chronische Probleme/ Problemlagen, die ein konstruktives Miteinander erschweren.

Nicht immer ist dann eine Fortbildung die richtige Antwort. Wir bieten Unterstützung dabei an, Strategien und Lösungen zu finden, die den Interessen und Ressourcen der Beteiligten gerecht werden, die (potentiell) Betroffene schützen und (zivile) Kräfte im Umfeld stärken.

Wie ist die jeweilige, spezifische Situation einzuschätzen?

Welche Strategien, Ansätze oder Modelle greifen?

Wie können Handlungsempfehlungen entwickelt und umgesetzt werden?

Ziel der Beratung ist, die professionelle Handlungsfähigkeit zu sichern, wiederherzustellen oder zu erweitern. Dabei steht der Schutz betroffener Personen im Vordergrund.

Beratungen können je nach Bedarf einmalige Termine, punktuelle Angebote oder eine längerfristige Prozessbegleitung von Einzelnen oder Teams sein.

Beratungsanlässe können auch sein, wenn sich Fachkräfte gezielte und konkrete Unterstützung, Information und Möglichkeiten der Reflexion wünschen - zu Herausforderungen und Verunsicherungen rund um aktuelle gesellschaftliche Problemlagen. 

Unsere Beratung für päagogische Fachkräfte ist kostenfrei.

Themenschwerpunkte


Antisemitismus


Die Bildungsstätte erhält immer wieder Anfragen von Pädagog*innen, die mit antisemitischen Haltungen oder Äußerungen konfrontiert sind. Diese reichen von der alltäglichen Verwendung des heute gängigen Schimpfwortes „Du Jude“ bis hin zu unterschwelligen oder direkten antisemitischen Stereotypen und Verschwörungstheorien. In Zeiten stärkerer Debatten über und Reaktionen auf den Nahost-Konflikt finden verstärkt Anfeindungen und Übergriffe gegenüber Juden und Jüdinnen statt, das macht sich auch in der Bildungsarbeit bemerkbar.

Wir unterstützen Pädagog*innen im Umgang mit Antisemitismus. Zentrale Fragen können dabei sein:

  • Welche Motivationen liegen hinter antisemitischen Äußerungen?

  • Welchen Einfluss haben gesellschaftliche Bedingungen dabei?

  • Wie tritt Antisemitismus nach 1945 in Erscheinung?

  • Wie sinnvoll ist die Vermittlung von Geschichtswissen bei antisemitisch eingestellten Jugendlichen?

  • Was ist islamistischer Antisemitismus?

  • Besteht ein Zusammenhang zu Diskriminierungserfahrungen marginalisierter Minderheiten?


Schwerpunkt bei der Beratung ist, Pädagog*innen dabei zu unterstützen, Antisemitismus zu erkennen und sinnvoll dagegen zu agieren. Welche Handlungsmöglichkeiten haben sie in der konkreten Intervention bei antisemitischen Äußerungen und welche didaktischen und methodischen Ansätze sind angemessen? Wie können Betroffene geschützt werden und gegen Antisemitismus gerichtete Einstellungen gestärkt werden?

Ansprechpartnerin

Oliver Fassing
069 56 000 243
ofassing@bs-anne-frank.de


Radikal(isierung)


Die Radikalisierung von Jugendlichen ist zunehmend Thema und konkrete Herausforderung für Pädagog*innen - nehmen wir die Nachrichten über junge Menschen, die in den Krieg nach Syrien ziehen bzw. wieder zurück kehren, die Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten, das Erstarken rechtsextremer Subkulturen oder rassistischer Gruppen wie "Pegida". 

Wie können Pädagog*innen mit Jugendlichen umgehen, die andere aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung abwerten, bedrohen und offen in ihrem Umfeld agitieren? Welche Auswirkungen haben diese Dynamiken auf das pädagogische Miteinander? Wie können Pädagog*innen dabei unterstützt werden? Und wie können (potentiell) Betroffene geschützt und gestärkt werden?

Ansprechpartnerin

Saba Nur Cheema
069 56 000 235
scheema@bs-anne-frank.de

Im Rahmen des Projekts Umgang mit Radikalisierung und radikalisierten Jugendlichen - in Kooperation mit dem Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". 

Konflikte in der Migrationsgesellschaft


Unsere Gesellschaft ist das Ergebnis einer großen Dynamik unterschiedlicher gesellschaftlicher Prozesse. Sie ist sowohl durch (kulturelle) Vielfalt, aber auch Alltagsrassismen geprägt. Dies spiegelt sich auch in pädagogischen Einrichtungen und Bildungsinstitutionen wieder. Pädagog*innen und Multiplikator*innen der Bildungs- und Jugendarbeit sehen sich dabei immer wieder vor Herausforderungen gestellt.

Auseinandersetzungen und Konflikte werden durch Rückgriffe auf gesellschaftliche (globale) Konflikte oder rassistische Repertoires aufgeheizt. Fremdzuschreibungen, prekäre Positionierungen oder das Ringen um Anerkennung und Teilhabe - all das kann Aushandlungsprozesse in Konflikten prägen und immer komplexer machen.  

Wie können Pädagog*innen damit umgehen, wenn Herkunft, Glaube, Geschlecht oder sexuelle Orientierung herangezogen werden, um Differenzen zu begründen oder Konflikte zu rechtfertigen? Welche Auswirkungen hat das auf das Miteinander? Und wie kann man konstruktiv und sicher im Spannungsfeld zwischen Betroffenheit und Aggression agieren?

Ansprechpartnerin

Nicole Broder
069 56000234 
nbroder@bs-anne-frank.de