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Barbara Yelin: Channa Maron

Sie ist Erich Kästners erstes Pünktchen am Deutschen Theater und Fritz Langs erste Stimme in »M«. Ein Kinderstar der Weimarer Republik. 1933 flieht sie mit ihrer Familie vor den Nazis über Paris nach Palästina, im Zweiten Weltkrieg ist sie Soldatin in der jüdischen Brigade. Sie gehörte zum ersten Ensemble des berühmten Cameri in Tel Aviv und prägt das israelische Theater von Beginn an. 1970 verliert sie bei einem Anschlag palästinensischer Terroristen beinahe ihr Leben und wird dennoch eine der engagiertesten Stimmen für eine Aussöhnung mit dem palästinensischen Volk. Als sie 2014 stirbt, betrauerte Israel seine "Königin der Bühne": Channa Maron. Eine Frau, die sich von einem großen Schicksal nie hat klein machen lassen.

Nach persönlichen Gesprächen mit Verwandten und Wegbegleitern hat die preisgekrönte deutsche Autorin und Zeichnerin Barbara Yelin (»Irmina«) Channa Marons Leben in eine fesselnde und klug aufgebaute Comicbiografie umgesetzt. Parallel zeichnete der international bekannte israelische Illustrator David Polonsky ("Waltz with Bashir") seine Sicht auf die Schauspielerin und Friedensktivistin in eindrucksvollen Bildern. Das Projekt wurde vom Goethe Institut Tel Aviv und seinem Leiter Wolf Iro initiiert, die Künstler von ihm beauftragt. In insgesamt zwanzig großen Bögen zeigt die Ausstellung so ein Leben, das eng mit der Geschichte Israels verbunden ist und diese reflektiert.

Öffnungszeiten der Sonderausstellung "Barbara Yelin: Channa Maron"

Dienstag bis Freitag, 12.30 Uhr bis 17 Uhr Sonntag, 12 bis 18 Uhr

Ausstellungseröffnung

Mitwoch, 22.03.2017, 19:30

Bei der Ausstellungseröffnung in Frankfurt liest die Autorin Barbara Yelin aus ihrer Graphic Novel und spricht mit Channa Marons Sohn, dem Architekten Amnon Rechter, und ihrer Enkelin Alma Rechter über das politische und geistige Erbe der großen Schauspielerin.
Moderation: Jakob Hoffmann